Champagner und andere Luxusprodukte boomen trotz der Krise (Foto: peterschreiber.media, stock.adobe.com)
Champagner und andere Luxusprodukte boomen trotz der Krise (Foto: peterschreiber.media, stock.adobe.com)

Geht der LVMH-Gruppe bald der Luxuschampagner aus?

LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton bekommt Verfügbarkeitsprobleme bei seinen Topmarken. Das berichtete der Guardian unter Berufung auf ein Fernsehinterview von LVMH-CEO Philippe Schaus mit dem Sender Bloomberg Television.

»Nun da die Menschen aus der Covid-Pandemie herauskommen, entlädt sich eine aufgestaute Nachfrage nach Luxus, Genuss und Reisen« benennt Schaus den Hauptgrund für die riesige Nachfrage nach Premiumprodukten. Er prognostiziert, 2022 werde am Ende ein »fabelhaftes« Jahr für Champagner sein. Für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte LVMH ein Umsatzwachstum von 19 Prozent (über das gesamte bisherige Jahr sogar 20 %) veröffentlicht. Der Konzern, zu dem auch alkoholferne Luxusmarken wie Dior oder Bulgari gehören, ist damit nicht alleine. Auch Kering (Gucci, Balenciaga etc.) hatte im selben Quartal 14 Prozent Wachstum berichtet, Hèrmes sogar 24 Prozent. 

Das mag in Zeiten der Wirtschaftskrise absurd wirken, jedoch habe es laut der Investmentbank Credit Suisse im Zuge der ausschleichenden Pandemie nahezu eine »Vermögensexplosion« gegeben, die Anzahl der Menschen mit einem Vermögen von 50 Mill. Dollar (48,37 Mill. €) und mehr  sei auf inzwischen 218.200 Personen angestiegen. Für das Konsumverhalten dieser vergleichsweise kleinen, aber äußerst kaufkräftigen Klientel dürften die derzeitigen Inflationsraten und Preissteigerungen eher marginale Auswirkung haben.

Was heißt das nun für LVMH-Champagner-Kunden? Bislang wurde noch keine Out-of-Stock-Situation der gängigen LEH-Regal-Renner wie  dem Brut Imperial oder Moët Ice gemeldet, in erster Linie scheinen Top-Produkte von Krug, Dom Pérignon und Co. von der Knappheit bedroht zu sein. RED

Ausgabe 23/2022

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