Cuvée Charlie von Charles Heidsieck
Cuvée Charlie von Charles Heidsieck

Comeback für Charlie

Am 17. Juni 2022 wurde das lange Zeit gut gehütete Geheimnis gelüftet. Das Comeback der Cuvée Charlie, bis zur Jahrtausendwende die Prestige-Cuvée des Hauses, als letzter Jahrgang wurde der 1985er verkauft. Insgesamt gab es nur fünf Jahrgänge des Charlie.

Nun, anlässlich des 200. Geburtstags des Visionärs und Abenteurers Charles-Camille Heidsieck (1822 bis 1893) wurde die Cuvée Champagne Charlie revitalisiert. Allerdings nicht als Jahrgangschampagner, sondern als Blend verschiedener, zum Teil jahrzehntealter Weine, die nach ihrer Assemblage 2017 für die zweite Gärung in die Flaschen gefüllt wurden, um darin knapp fünf Jahre zu reifen. Eng verbunden ist die „neue“ Cuvée Charlie auch mit dem legendären Kellermeister Daniel Thibault, der über viele Jahres den Stil des Hauses prägte und dessen Erbe heute Cyril Brun als Chef de Caves von Charles Heidsieck weiterführt. Brun assemblierte fast 80 Prozent bis zu 25 Jahre alte Reserveweine mit rund 20 Prozent Weinen aus dem exzellenten Jahrgang 2016 für diese Neuauflage aus 48 Prozent Pinot Noir und 52 Prozent Chardonnay.

Die für die USA bestimmten Flaschen wurden in alter Tradition per Segelschiff über den Atlantik geschippert, sowie sich 1852 Charles Heidsieck an Bord der „Arago“ begab, um einen neuen Markt für seinen Champagner zu erobern. Dort erhielt er den Spitznamen „Champagne Charlie“. Der mutige Unternehmer war es auch, der seinerzeit in die Crayères investierte. Er erwarb Mitte des 19. Jahrhunderts 47 dieser kegelförmigen Kreidekeller in Reims, die zu Zeiten der Römer errichtet und noch heute als perfekte Lagerstätten für Champagner-Flaschen gelten. Seither wird der Faktor Zeit bei Charles Heidsieck als wesentliches und stilbildendes Element gepflegt.

Das offiziellen Launch Event in Deutschland findet am 01. Juli 2022 bei Dallmayr in München statt, die exklusiv diese außergewöhnliche und stark limitierte Cuvée verkaufen werden. (sas)

Ausgabe 03/2021

Cover Meiningers Sommelier

Themen der Ausgabe

Fernbeziehung

Johannes Schellhorn und der Seehof in Goldegg

Weißes Burgund

Bezahlbarer Nachschub für die Weinkarten

Panorama

Ruwer – das leise Seitental der Mosel