Das Comité interprofessionnel du vin de Champagne erwartet Stabilisierung des Marktes nach der Krise (Foto: Fotolia Oliver Hoffmann)
Das Comité interprofessionnel du vin de Champagne erwartet Stabilisierung des Marktes nach der Krise (Foto: Fotolia Oliver Hoffmann)

Champagne präsentiert Zahlen

Das Comité interprofessionnel du vin de Champagne CIVC gibt für die Champagne für das Jahr 2020 einen Absatz von 245 Mill. Flaschen bekannt, das bedeutet ein Minus von 18 Prozent im Volumen gegenüber 2019. Es wird ein Umsatz von 4 Mrd. Euro erwartet, was einem Verlust von einer Milliarde Euro für das Jahr entspräche.

Grund sei die Pandemie-bedingte Schließung wichtiger Konsum- und Verkaufszentren sowie die Absage zahlreicher Veranstaltungen. Der französische Markt, der bereits vor der Krise rückläufig war, brach um 20 Prozent ein. Im Export verzeichneten die drei wichtigsten Abnehmer der Champagne ebenfalls Rückgänge: die USA (-20 %), Großbritannien (-20 %), und Japan (-28 %). Die traditionellen europäischen Märkte verloren ebenfalls, jedoch deutlich weniger als die Hauptexportländer, wie Belgien (-5 %), Deutschland (-15 %) und die Schweiz (-9 %) zeigen. Auf dem australischen Markt hingegen konnte die Champagne zulegen, mit einem Wachstum von 14 Prozent. Insgesamt, so CIVC haben die Exportmärkte etwa 16 Prozent ihres Volumens verloren. 
Ein schwarzes Jahr, wie das Champagner Komitee verlauten ließ, jedoch nicht so schlecht, wie man es noch Anfang Juli befürchtet hatte, als die Einbrüche bei minus 30 Prozent lagen. Nicht zuletzt aufgrund des guten Endjahresgeschäfts erwarte man für 2021 mit zunehmender Überwindung der Krise auch eine Stabilisierung des Marktes.

Die zu vermarktende Erntemenge, die für das Jahr 2020 angesichts der Folgen der Gesundheitskrise auf 8.000 kg/ha festgelegt wurde https://www.meininger.de/de/weinwirtschaft/news/ernte-dilemma, wird am 1. Februar 2021 um 400 kg/ha erhöht. Mit der Entnahme aus der interprofessionellen Traubenreserve solle der Absatz, der sein Volumen bereits erreicht habe, erhöht werden. Die Entscheidungen bedeuteten auch, dass der Betrieb das Jahr 2021 mit Zuversicht angehen könne, so das Komitee in seiner Presseerklärung.
»Angesichts einer noch nie dagewesenen Krise hat die Organisation unseres Sektors ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen. Gemeinsam haben die Winzer und Häuser in der Champagne weise Entscheidungen über die Erträge getroffen. Die Anpassung, auf die sich das Komitee heute geeinigt hat, gibt allen einen gewissen Spielraum«, bekräftigte Maxime Toubart, Co-Präsident des CIVC und Präsident des Syndicat Général des Vignerons in seiner Erklärung. 

Gemeinsam mit Marie Barillère, ebenfalls Co-Präsident und Präsident der Union des Maison de Champagne, bekräftigte Toubart noch einmal, trotz der Krise die Bemühungen der Branche um größere Wertschöpfung und die Umstellung auf ökologischen Weinbau voranzutreiben. Die Champagne verfügt über eine eigene Zertifizierung mit dem Titel »Nachhaltiger Weinbau in der Champagne« mit dem Ziel, bis 2025 vollständig auf Herbizide zu verzichten und bis 2030 zu 100 Prozent umwelt-zertifiziert zu sein. itp