Uralte Reben, karge Böden, geringe Erträge und eine perfekt adaptierte Sorte: Santorini und Assyrtiko (Foto: Georgios Drakopoulos)
Uralte Reben, karge Böden, geringe Erträge und eine perfekt adaptierte Sorte: Santorini und Assyrtiko (Foto: Georgios Drakopoulos)

Authentisch vulkanisch

ANZEIGE | Spricht man von Hotspots für alte Weinberge, wird Santorini tendenziell immer noch zu selten genannt – zu Unrecht, denn hier findet man einen Inbegriff für beeindruckende, knorrige Uralt-Reben. Die Promotion-Kampagne Heva stellt diese Vulkaninsel jetzt ins Rampenlicht.***

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Archäologische Funde beweisen, dass die Weinrebe hier bereits vor rund 5000 Jahren kultiviert wurde. Das wesensbildende Ereignis für den Charakter von Santorini, wie man es heute kennt, fand jedoch später statt: ein Vulkanausbruch um das Jahr 1630. Durch ihn entstanden die typischen unterseeischen Caldera-Krater der Insel – wobei man eigentlich korrekterweise von einem Archipel sprechen muss, denn neben der namensgebenden, sichelförmigen Hauptinsel (die in Griechenland „Thira“ genannt wird) gehören die Inseln Thirasia und Aspronisi sowie die im Zentrum gelegenen Palea Kameni und Nea Kameni dazu.

Nicht nur die Form Santorinis, auch die geologischen Bedingungen wurden durch den Ausbruch einzigartig. Man findet einen Bodenmix vor, der sich aus Vulkanasche, Bimsstein und Sand zusammensetzt und „Aspa“ genannt wird. Die heute ca. 1300 Hektar Rebfläche wächst also auf einem Untergrund, der ausgesprochen arm an Nährstoffen und organischem Material ist – speziell Kalium können die Reben hier kaum aufnehmen, was allerdings einen bei Weinfreaks aktuell sehr geschätzten Vorteil mit sich bringt: extrem niedrige pH-Werte im Most sorgen in Kombination mit den armen Böden für eine enorm rassige Mineralität im Wein. 

Aushängeschild Assyrtiko 

Santorini ist gleichbedeutend mit Weißwein – und mit Assyrtiko, der aktuell für ca. 70 Prozent der Pflanzungen steht. Entweder reinsortig oder zu mindestens 85 Prozent im Blend vorhanden (mit den Verschnittpartnern Athiri und Aidani), genießt die Rebsorte nicht nur auf der Insel selbst einen exzellenten Ruf. Neben den Bodenformationen machen starke Winde, extreme Hitze, niedrige Regenfälle und ein völlig singuläres Reberziehungssystem die Typizität der Weine aus. „Kouloura“ heißt es, was so viel wie „Kringel“ bedeutet und auch ziemlich genau so aussieht. Die Rebe wächst quasi kreisförmig in sich hinein, wobei in der Vegetationsperiode die außen wachsenden Blätter die innenliegenden Trauben gegen Wind und Sand schützen. Darüber hinaus kann sich in den Hohlräumen der in Mulden sitzenden Reben das Wasser sammeln, das bei spärlichem Niederschlag ein Segen sein kann. Ein bisschen Abhilfe schaffen lediglich noch die Küstennebel, die abends und in den frühen Morgenstunden kondensieren. 

Die Kouloura-Erziehungsform ist weltweit einzigartig

Die Kouloura-Erziehungsform ist weltweit einzigartig

Die Landschaft Santorinis ist schroff und malerisch zugleich

Die Landschaft Santorinis ist schroff und malerisch zugleich

Die Weinberge Santorinis, nicht selten auch in höheren Lagen von bis zu 400 Metern anzutreffen, zählen zu den ältesten noch bewirtschafteten der Welt. Reben mit über 100 Jahren auf dem Buckel sind alles andere als selten, und liefern bei geringer Produktivität Trauben mit enormer Konzentration, komplexer Aromatik, hohen Alkoholwerten und der besagten rassigen Säure. Das kann bei den besten Erzeugern dann durchaus mal an Top-Chardonnays aus Burgund mit ihrer Kombination aus Kraft und Frische erinnern, bleibt aber jederzeit eigenständig. Apropos eigenständig: Mit dem Vinsanto, einem natürlichen Süßwein aus getrockneten Trauben, verfügt Santorini über ein weiteres und äußerst reifefähiges Wein-Unikat. Wer ausdrucksstarke, intensive und vom Vulkan geprägte Weiße sucht, kommt an Santorini nicht vorbei.

Text: Christoph Nicklas

 

Heroes of Europe: Volcanic Agriculture 

Vulkaninsel Santorini
Foto: Georgios Drakopoulos

Die Promotion-Kampagne Heva – "Heroes of Europe: Volcanic Agriculture" wird von der Europäischen Union innerhalb des Regelwerks 1144/2014 unterstützt und zielt darauf ab, die geschützten Ursprungsbezeichnungen Soave, Lessini Durello und Monte Veronese in Italien sowie Santorini in Griechenland zu fördern. Das intenationale Projekt baut auf die Zusammenarbeit der regionalen Erzeugerverbände Soave und Lessini Durello, der Monte Veronese Cheese Association sowie der Union of Santorini Cooperatives – Santo Wines. Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren entwickelt und unterstützt und vergrößert die Konsumentenwahrnehmung dieser Herkünfte. In diesem Zusammenhang soll es zahlreiche Promotion-Aktivitäten in Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Schweden und Spanien geben. 

Mehr zur Kampagne unter: volcanicagricultureofeurope.com

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