Wer hätte das gedacht: Ausgehen mit Freunden gilt auch zur Bekämpfung von Stress und Einsamkeit und hat einen größeren Stellenwert als Yoga oder Meditation. (Foto: Best Nights VC)
Wer hätte das gedacht: Ausgehen mit Freunden gilt auch zur Bekämpfung von Stress und Einsamkeit und hat einen größeren Stellenwert als Yoga oder Meditation. (Foto: Best Nights VC)

Trends im Nachtleben 2030: Purpose before Profit

Best Nights VC (ehemals M-Venture), die Investment-Gesellschaft der Mast-Jägermeister SE, präsentiert zusammen mit Future Laboratory den Trendreport „Best Nights 2030“. Die Ergebnisse der Befragung von mehr als 2.800 Konsumenten und Konsumentinnen zwischen 21 und 35 Jahren in Deutschland, den USA und China offenbaren das Ausgehverhalten der Zukunft.

Die digitale Beschleunigung hält weiter an: Im Nachtleben 2030 sind Gemeinschaftserlebnisse in Form von VR-Schnittstellen, digitale Events, Konzerte oder Gaming entscheidende technologisch getriebene Elemente. Nachtschwärmer von morgen legen wieder verstärkt Wert auf persönliche Begegnungen und besinnen sich zurück auf IRL (In-Real-Life)-Erlebnisse: „Obwohl digitale Technologien alle Möglichkeiten für Treffen über geografische Grenzen hinaus bieten, besteht der Mehrwert bester Nächte für junge Nachtschwärmer vor allem aus realen Erlebnissen in der Offline-Welt“, erklärt Lia Schmökel, Investment-Managerin bei Best Nights VC. "Purpose before Profit" wird zu einem neuen Credo für zukunftsfähige Geschäftsmodelle entlang der Consumer Journey bester Nächte.“

Selbstfindung im Nachtleben

Ausgehen findet in nischigen Bereichen statt – weniger oft, dafür aber mit höherer Qualitätserwartungen an Locations und Drinks. Für über ein Drittel der Gen Z-Konsumentinnen und Konsumenten bieten besten Nächte eine Möglichkeit, sich mit sich selbst zu verbinden. Sie suchen im Nachtleben nach Erfahrungen, die ihnen helfen zu verstehen, wer sie sind.

Generation Z und Millenials stehen auf Nachhaltigkeit

Für künftigen Generationen ist es entscheidend, welchen Einfluss Konsum und Partynächte auf unseren Planeten haben. Dabei spielt sowohl Nachhaltigkeit als auch ein grundlegender Wellbeing-Gedanke (persönlich, gesamtgesellschaftlich und global) eine entscheidende Rolle für Locations, Start-ups und Unternehmen im Nachtleben.

Thema Achtsamkeit nimmt Einfluss auf Trinkgenuss und Trinkkultur

„Mindfulness, als Achtsamkeit, ist ein absoluter Megatrend, der heute immer stärkeren Einfluss auf unsere Ausgeh- und Trinkkultur hat. Unternehmen sollten die Bedürfnisse ihrer Community ernst nehmen, nahbar sein und sie in Entscheidungen einbeziehen“, so Lia Schmökel.

Ausgehen gegen Stress und Einsamkeit

Der Report Best Nights 2030 zeigt eindrücklich, dass Ausgehen mit Freunden im Nachtleben von mehr als 44 Prozent chinesischer, 36 Prozent deutscher und 27 Prozent der US-Verbrauchern und Verbraucherinnen zur Bekämpfung von Stress und Einsamkeit als eine der Top-3-Antworten gegeben wird und damit noch vor Yoga oder Meditation steht. //pip

GZ 13/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 13/2022 (Foto: Marco Kleebauer)

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Michel Pepa

Michel Pepa, Deutschland-Chef von Anheuser-Busch InBev, freut sich auf die Veranstaltungssaison: Er betrachtet Bier als das originäre soziale Netzwerk, das integraler Bestandteil der Festivals hierzulande sei. 

Aktuelles Interview: Pia Kollmar

Gerade erst hat die Oettinger Brauerei angekündigt, ihren Standort Gotha bis zum Jahresende teilweise zu schließen. Pia Kollmar, Gesellschafterin und Geschäftsführerin von Oettinger, begründet die Entscheidung in unserem aktuellen Interview und führt aus, welche Folgen daraus auf die Gebinde-Politik und das geplante Wachstum entstehen. 

Titelthema: Festivals

Hier spielt die Musik: Festivals sind für Hersteller eine gute Möglichkeit, ihre Marken und Produkte emotional aufzuladen - und um neue Zielgruppen zu erschließen.