Rum oder Rhum

Die weltweite Rum-Vielfalt bietet weit mehr als "braunen Rum"(© razoomanetu – stock.adobe.com)

Die Rum-Produktion beruht immer auf Zuckerrohr und ist eng verbunden mit der Zuckerherstellung. In den meisten Fällen wird als Rohstoff Melasse genutzt - ein dickflüssiger, dunkler Sirup, der bei der Zuckerproduktion abfällt. Ebenfalls verbreitet und in bestimmten Regionen vorgeschrieben ist die Verwendung von frischem Zuckerrohrsaft. Die Endprodukte unterscheiden sich je nach Rohstoff teils deutlich. Wie Whisky kann auch Rum entweder im Pot Still- oder im kontinuierlichen Kolonnenbrennverfahren destilliert werden. 

Fässer und Zucker

Ein Großteil der Rum-Qualitäten wird für einige Monate bis hin zu vielen Jahren in Holzfässern - meist Eichenholzfässer, in denen vormals Whiskey gereift wurde - gelagert. Die Reifung im karibischen bzw. tropischen Klima führt zu einem hohen Aroma-Austausch zwischen Destillat und Holzfass und einer oftmals intensiven Färbung. Weißer bzw. heller Rum wird häufig in Stahltanks gelagert oder reift nur für kurze Zeit in Eichenholz; in einigen Fällen wird dem Rum die Farbe nachträglich mittels Filterung wieder entzogen. In den meisten Regionen darf dem fertigen Rum aber auch eine gewisse Menge Zucker bzw. Zuckercouleur zugegeben werden, was die Farbe ebenfalls beeinflussen kann. Seit 2022 darf Rum, der innerhalb der EU verkauft werden soll, nur noch maximal 20g Zucker pro Liter zugesetzt werden. Alle anderen Produkte müssen als "Spirituose auf Rum-Basis" deklariert werden.

R(h)um the World

Rum darf in allen Ländern der Welt hergestellt werden, es ist lediglich der Rohstoff Zuckerrohr vorgeschrieben. Mittlerweile wird auch in Deutschland und Europa eine signifikante Menge Rum destilliert - meist aus importierter Melasse. In vielen Regionen, in denen der Zuckerrohranbau eine Rolle spielt, existieren traditionelle Regelungen oder Charakteristiken für die lokale Rum-Produktion. Besonders bekannt ist der Rhum Agricole, der ausschließlich aus frischem Zuckerrohrsaft gebrannt wird und als geschützte Bezeichnung vor allem auf den französischen Antillen (z.B. Martinique und Guadeloupe) verbreitet ist. Eng verwandt mit der Rum-Produktion sind etwa auch brasilianischer Cachaça oder Clairin aus Haiti.

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