Vertriebsdirektor Carsten Ritter will mit der polnischen Wodka-Marke Żubrówka die Lücke schließen, die die Auflösung der Kooperation mit Roust hinterlässt. (Foto: Borco)
Vertriebsdirektor Carsten Ritter will mit der polnischen Wodka-Marke Żubrówka die Lücke schließen, die die Auflösung der Kooperation mit Roust hinterlässt. (Foto: Borco)

Borco: Ende der Kooperation mit Roust

Borco und Roust haben nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit Ende September dieses Jahres beendet haben. Die Beendigung der Partnerschaft betreffe sowohl das nationale Distributionsgeschäft mit den russischen Vodka-Marken Russian Standard, Green Mark, Parliament und Kauffman als auch das internationale Geschäft der BORCO-Marken in Russland.

Die Entscheidung sei vor dem Hintergrund der aktuellen Sanktionen gegen Russland getroffen worden, die es beiden Unternehmen unmöglich macht, den Vertragsvereinbarungen nachzukommen. In einem Geschäftsbrief erläutert Vertriebsdirektor Carsten Ritter, dass die Partner bis 15. Dezember 2022 weiterhin Ware beziehen könnten, allerdings bitte man um Verständnis dafür, dass es aufgrund des Vertragsauslaufs und der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage jederzeit zu Out-of-stock Situationen kommen könne.

Starke Partner aus Polen an der Seite

Mit dem polnischen Vodka Żubrówka des Unternehmens CEDC hätte man weiterhin einen starken Partner an seiner Seite, um diese bedeutende Spirituosenkategorie auch zukünftig bedienen zu können, heißt es seitens Borco. Die Marke gehöre zu den meistgekauften und am häufigsten konsumierten Vodka-Marken aus Polen. //pip

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.