Emil Underberg feiert am 10. Februar seinen 80. Geburtstag. (Foto: Underberg)
Emil Underberg feiert am 10. Februar seinen 80. Geburtstag. (Foto: Underberg)

Emil Underberg wird 80 Jahre alt

Emil Underberg hat es geschafft, aus einem Ein-Produkt-Unternehmen ein international ausgerichtetes Spirituosenhaus aufzubauen. Aufgrund dieser Grundlage fußt bis heute der Unternehmenserfolg. Noch heute begleitet der bald 80-Jährige das Familienunternehmen als Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates. 

Startschuss der Internationalisierung des Unternehmens 1967

Am 1. September 1964 trat Emil Underberg gemeinsam mit seinem Cousin Carl- Hubertus als geschäftsführender Gesellschafter in die Firma H. Underberg-Albrecht ein.1967 begann Emil Underberg seine Idee, aus der Ein-Produkt-Firma ein weltweit agierendes und anerkanntes Markenunternehmen zu erschaffen, in die Tat umzusetzen. In der Folgezeit unternahm Emil Underberg viele Akquisitionen zunächst von Vertriebsrechten von bekannten Marken wie „Dimple“, „Metaxa“, „Jack Daniels“ oder „Martell Cognac“, später dann „Glenfiddich“ oder „Hendricks“. Vor allem für die Stamm-Marke Underberg baute er auf konsequente Markenführung. Die gradlinige, integrierte Kommunikation, sei es in Form der durchgängigen Verwendung des Underberg-Grün und der Underberg-Erlebniswelt in allen Kommunikationskanälen, sollte zu einer nachhaltigen Verankerung eines klaren Markenbildes bei den Konsumenten führen.

Emil Underberg berief im Jahr 1981 seine Frau als Geschäftsführerin in die heutige Underberg GmbH & Co. KG. Dabei übernahm sie die Verantwortung insbesondere für die Unternehmensvision und Firmenkultur sowie für die Fachbereiche Personal-Management und den Geheimnisbereich. Unter anderem legte sie seit dem Jahr 1995 einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Semper Idem Underberg AG.

Zu Beginn des Jahres 1989 – noch vor dem Mauerfall – konnte in Ungarn gemeinsam mit der Gründerfamilie Zwack die Mehrheit an der Marke Zwack Unicum, dem ungarischen Nationalgetränk vom sozialistischen Staat erworben werden. Die Marke ist auch heute Marktführer in Ungarn. Mit dem Erwerb der österreichischen Kräutermarken Rossbacher und Gurktaler ist das Haus laut Underberg auch hier Marktführer. 

Ausbau des Markenportfolios

Im Jahr 1996 erwarb Emil Underberg die bayrische Firma Anton Riemerschmid, aufgebaut wurden die Marken wie Riemerschmid Sirup, Xuxu und vor allem Pitú – der Trendsetter für die Caipirinha / Pitúrinha. In den Jahren 1999 und 2002 folgte in zwei Schritten die Übernahme der Firma Asbach in Rüdesheim. Die Marke wurde als Premium- Produkt neu positioniert. Seit Emil Underberg im Dezember 2005 ein jahrzehntelanges Markenrechtsproblem in Brasilien abschloss, gehört die Marke Underberg dem Hause weltweit. Neben Underberg ist man in Brasilien mit dem brasilianischen „Brasilberg“ aktiv – und auch dort nach eigenen Angaben Marktführer. Der Neubau der brasilianischen Produktion im Mai 2018 zeigt die Zukunftsausrichtung. Bereits im Jahr 1991 folgte Emil Underbergs Tochter Dr. Hubertine Underberg-Ruder der Berufung zur Präsidentin des Verwaltungsrates der Underberg AG. Seit 2019 arbeitet mit Moritz Underberg als Mitglied des Vorstands die sechste Generation im Familienunternehmen. //GZ