Ausgabe 2/21

Cover Meiningers CRAFT 2/21 (Foto: Ben Fuchs)

Themen der Ausgabe

TITEL_STÖRTEBEKER

Volle Segel: Für 1 Million D-Mark kauft Familie Nordmann vor 30 Jahren die marode Stralsunder Brauerei und  baut mit der Störtebeker Braumanufaktur eine der erfolgreichsten Biermarken Deutschlands auf.  An Bord: Brauspezialitäten, die bei internationalen Wettbewerben absahnen, 20 ausgebildete  Biersommeliers, darunter die amtierende Weltmeisterin. Nahezu unbeschadet geht die Brauerei durch das erste Jahr der Corona-Krise und blickt optimistisch in die Zukunft.

SZENE_NIEDERSACHSEN

Moin: Willkommen in Niedersachsen. Im Land der Mühlen und Leuchtfeuer.  Dem Land, das geographisch von Moor über Gebirge bis hin zu Küste und Meer alles zu bieten hat. Ebenso eine traditionsreiche Biergeschichte. Wir besuchen eine Region, in der nicht nur Volkswagen und Gerhard Schröder, sondern auch das Pils zuhause ist. 

MARKT_BRAUBRANCHE & CORONA

„Gemeinsam aus der Krise“: Keine Partys, keine Festivals, keine Kneipenabende. Kein Fassbierabsatz. Corona hat die deutsche Brauwirtschaft hart getroffen. Viele Brauereien sind in Not, manche stehen vor dem Aus. Ein Gespräch mit Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer­-Bundes, über fehlende Signale der Politik, nonstop Krisenmanagement und den unbeugsamen Willen der Brauer, diese Krise durchzustehen.

MARKEN_AYINGER

Liebe zur Heimat: Tradition und Regionalität zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Privatbrauerei Aying.  Mit konservativem Wertekosmos, innovativer Brautechnik und dem Fokus auf Nachhaltigkeit zählt  der oberbayerische Familienbetrieb zu einer der modernsten Braustätten im Lande.

SZENE_NORWEGEN

Zum Heulen schön: What is brewed in Møre og Romsdal, stays in Møre og Romsdal, könnte man sagen.  Denn warum das Bier exportieren, wenn es doch vor Ort allen schmeckt? Ein Streifzug durch die kulinarische Hochkultur der nördlichsten Provinz der Region Vestlandet in Norwegen.

Stark bleiben!

Wir leben im Ausnahmezustand. Der Krisenmodus ist unsere Normalität. Nicht dass wir uns daran gewöhnen könnten. Aber umgehen müssen  wir damit. Tagein, tagaus. Unsere Stärke ist gefragt, unser Vermögen,  uns neu zu erfinden und weitermachen zu wollen. Trotz aller Widrigkeiten, die das Coronavirus mit sich bringt. In der Psychologie spricht man von Resilienz, von innerer Widerstandskraft, die Menschen dabei hilft,  durch Krisen zu gehen. Dabei gilt es, alte Muster hinter sich zu lassen,  zu lernen und optimistisch nach vorne zu denken. Die Pandemie stürzt  nicht nur  die Wirtschaft, sie stürzt die ganze Gesellschaft und damit  jeden einzelnen in einen großen Prozess der Umwälzung.

Die Lage bleibt ernst. Auch für die Braubranche. Dies zeigt ein Blick auf die Bilanzen des Jahres 2020 mit schwindelerregenden Einbrüchen. Dies zeigen unsere Interviews mit Holger Eichele, Chef des Deutschen Brauer-Bundes, der sich für die Interessen der 1.500 Brauer im Land stark macht, und mit Katharina Kurz, der Geschäftsführerin des Berliner Labels BRLO. Es sind offene Gespräche, in denen nichts beschönigt wird. Die aber auch von der Stärke der deutschen Brauer zeugen, ihrem unverbrüchlichen Willen, durch diese Krise zu gehen. Und dies nicht in der Erwartung, in eine Normalität zurückzukehren, wie wir sie kannten und wonach wir uns bisweilen sehnen. Vielmehr geht es darum, neue Spielräume auszuleuchten und zu gestalten. Es geht um einen tiefgreifenden Prozess der Erneuerung.

Den außerordentlichen Erfordernissen unserer Zeit gerecht werden wollen auch wir und haben Meininger’s International Craft Beer Award in einen neuen Modus versetzt. Statt einer jährlichen Großveranstaltung gibt es nun monatliche, sortenspezifische Verkostungen. Die Premiere mit Pils- und Lagerbieren im Januar hat gezeigt, dass diese Krise auch eine Chance ist.

In diesem Sinne, eure

Marika Schiller
Chefredakteurin Meiningers CRAFT
[email protected]