Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 für einen behutsamen Umgang mit Wasser ein. (Foto: Cozine - Adobe.Stock.com)
Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 für einen behutsamen Umgang mit Wasser ein. (Foto: Cozine - Adobe.Stock.com)

Lammsbräu gewinnt gegen Danone/Fresenius

Wie die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser mitteilt, darf Fresenius sein Siegel „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“ nicht mehr vergeben. Auch darf das Unternehmen Mineralwässer nicht mehr als „in Bio-Qualität“ oder „Premiummineralwasser in Bio-Qualität“ bezeichnen. Demzufolge darf auch Danone sein Volvic nicht mehr als Mineralwasser oder Premiummineralwasser in Bio-Qualität bzw. als „natürlich Bio“ ausloben.

Dies habe das Oberlandesgericht Frankfurt heute entschieden und damit der Klage von Neumarkter Lammsbräu gegen die deutschen Tochtergesellschaften der internationalen Großkonzerne Danone und SGS Institut Fresenius in den wichtigsten Punkten stattgegeben.

Hintergrund der Klage ist, dass die beiden Labels und die damit versehenen Produkte nach Ansicht von Lammsbräu und weiterer Bio-Experten eine Irreführung der Verbraucher seien. Beide Labels und die damit versehenen Produkte widersprächen zudem auch klar den im Ökobarometer der Bundesregierung repräsentativ dokumentierten Erwartungen, die durchschnittliche Verbraucher an Bio-Lebensmittel hätten. Lammsbräu hatte Danone und SGS Fresenius deshalb im Interesse der Verbraucher zunächst abgemahnt und anschließend Klage eingereicht.

Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer Neumarkter Lammsbräu: „Wir freuen uns natürlich, dass das Oberlandesgericht Frankfurt in der Sache Lammsbräu gegen Danone/Fresenius ein Urteil weitgehend zu unseren Gunsten erlassen hat.“ Auch beim Wasser müssten die unteilbaren Bio-Prinzipien beste Lebensmittelqualität, Transparenz und Unabhängigkeit bei der Siegelvergabe und Überwachung sowie aktives Engagement für die Lebensgrundlagen jederzeit und zugleich gelten. // chs

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