Für das Jahr 2021 wagt der Hersteller für Verpackungs- und Abfülltechnik, coronabedingt nur eine vorsichtige Prognose. (Foto: GDB)
Für das Jahr 2021 wagt der Hersteller für Verpackungs- und Abfülltechnik, coronabedingt nur eine vorsichtige Prognose. (Foto: GDB)

Krones: Umsatz und Erlös sinken pandemiebedingt

Der Umsatz der Krones AG, führender Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik, verringerte sich  im Vergleich zum Vorjahr um 16,1 Prozent von 3,95 Milliarden Euro auf 3,32 Milliarden Euro. Damit gingen die Erlöse um 17 Prozent zurück.

Die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten hätten nach Angaben des Unternehmens im Jahr 2020 die Investitionsbereitschaft der Kunden belastet. Darunter hätte der Auftragseingang des Unternehmens hauptsächlich im ersten Halbjahr gelitten, wie es heißt. Im dritten und insbesondere im vierten Quartal sei der Wert der Bestellungen aber deutlich angezogen. Insgesamt sei der Auftragseingang 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent von 4,083 Milliarden Euro auf 3,307 Milliarden Euro rückläufig gewesen. Ende 2020 haben Krones über einen Auftragsbestand von 1,21 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,39 Milliarden Euro). verfügt.

Ertragskraft leidet unter der Corona-Pandemie

Krones konnte eigenen Angaben zufolge "die Produktionskapazitäten aufgrund des geringeren Auftragseingangs nicht optimal auslasten". Dies habe die Ertragskraft 2020 belastet. Einsparungen infolge der strukturellen Maßnahmen, die das Unternehmen im zweiten Halbjahr 2019 beschlossen hatte, hätten sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Insgesamt sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2020 von 227,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 133,2 Millionen Euro zurückgegangen. Die EBITDA-Marge lag bei 4,0 Prozent (Vorjahr: 5,7 %). Dabei sei zu berücksichtigen, dass das EBITDA 2020 mit rund 72 Millionen Euro für Aufwendungen für die Personalmaßnahmen belastet worden sei. Ohne diese Aufwendungen zur Kapazitätsanpassung hätte die EBITDA-Marge 2020 bei 6,2 % (Vorjahr: 6,6 %) gelegen. Die Prognose des Vorstands von 5,5 % bis 6,0 % sei somit "leicht übertroffen" worden, meldet das Unternehmen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) habe sich 2020 laut Krones von 41,7 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 36,6 Millionen Euro verringert. Das Konzernergebnis des Unternehmens habe  2020 bei minus 79,7 Millionen Euro (Vorjahr: plus 9,2 Mio. Euro) gelegen. Diese entspreche einem Ergebnis je Aktie von minus 2,52 Euro (Vorjahr: plus 0,30 Euro). 

Positiv habe sich 2020 der Free Cashflow entwickelt. Krones haben diesen eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 315,7 Millionen Euro auf 221,3 Millionen Euro verbessert. 

Zukunftsaussichten für das Geschäftsjahr 2021

Für das Geschäftsjahr 2021 prognostiziert Krones ein geringes Wachstum von 2,5 Prozent bis 3,5 Prozent beim Umsatz. Aufgrund der leichten Umsatzbelebung und den Einsparungen aus den strukturellen Maßnahmen erwarte der Vorstand eine bessere Ertragskraft als 2020. Bei der EBITDA-Marge rechnet Krones 2021 innerhalb eine Bandbreite von 6,5 Prozent bis 7,5 Prozent. Die dritte Zielgröße Working Capital in Relation zum Umsatz soll sich auf 26 Prozent bis 27 Prozent verbessern, heißt es seitens des Unternehmens. 

Die Prognose 2021 stehe unter dem Vorbehalt, dass es zu "keinen gravierenden Belastungen durch die Covid-19-Pandemie", wie beispielsweise schwere Virusmutationen oder Impfschwierigkeiten, komme. //pip