Ausgabe 17/21

Titelseite Getränke Zeitung (Foto: Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com)

Themen der Ausgabe

Aktuelles Interview: "Den BCB neu gedacht"

Petra Lassahn, Event Direktorin des Bar Convent Berlin, erklärt der GZ im Gespräch, unter welchen Vorzeichen die diesjährige Messe steht und was es mit dem Motto „City Life Spirits“auf sich hat.

Gastkommentar: Prof. Dr. Rüdiger Hahn

Über Geschmack lässt sich nicht streiten – das gilt auch bei der scheinbar ewigen Streitfrage „Mineralwasser oder Leitungswasser?“, ist Prof. Dr. Hahn überzeugt. Worüber sich nach Meinung des Lehrstuhl-Inhabers für Nachhaltigkeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ebenso wenig streiten lasse, sei die Tatsache, dass Leitungswasser eindeutig das umweltfreundlichere Lebensmittel in diesem Vergleich sei. Lesen Sie, womit der Wissenschaftler seine Thesen begründet. 

Lager- und Exportbier: Von Freud und Leid

Laut Nielsen konnten Lagerbiere in den ersten vier Monaten des aktuellen Jahres in LEH und GAM um satte 15,6 Prozent zulegen und sich einen Marktanteil von 2,8 Prozent sichern. Export verliert im ersten Halbjahr hingegen 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und kann noch einen Marktanteil von 5,4 Prozent beanspruchen.

Premixes: Wachstum in Dosen

Von Glück kann reden, wer wie die Spirituosenindustrie über Premixes, also über vorgefertigte Cocktails
bzw. Longdrinks, verfügt; welche, ganz conveniencelike, meist in der Dose verfügbar sind. Nachdem pandemiebedingt die Gastronomie als Trendsetter entfällt, verleihen „Alkopops“ den schwächelnden Spirituosen mit einem Umsatzwachstum von 19,4 Prozent etwas Glanz.

GZ-Getränkeklima-Index: Die Lockdown-Bilanz der Gastronomie

Nach zwei Lockdowns hat sich die Gastronomie verändert. Das zeigen die Daten der führenden
Gastronomie-Plattform gastivo, eine Tochtergesellschaft der Team Beverage AG. Die Fragen, die sich stellen: Wie groß ist die Wiedereröffnungsrate? Wie hoch ist die Anzahl der Artikel im Warenkorb je Bestellung?
Und: Wie hat sich das Bestellverhalten nach Gerät verändert? Mehr Informationen dazu gibt es exklusiv im GZ-Getränkeklima-Index zu lesen. 

Wettlauf gegen die Zeit

„Unser Schicksal hängt nicht von den Sternen ab, sondern von unserem Handeln“, so lautet ein Zitat von William Shakespeare. Treffender lässt sich die Situation zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht umschreiben. Die apokalyptischen Regenfälle im Juli in einigen Teilen Deutschlands wie auch die tropischen Temperaturen – samt Waldbränden – in Südeuropa und in Nordamerika sind ein Indiz dafür, dass extreme Wetterbedingungen keine Seltenheit mehr sind.


Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen möchte die internationale Gemeinschaft die Erderwärmung
bremsen. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur soll nicht höher als 1,5 Grad Celsius betragen und sich am Wert der vorindustriellen Zeit orientieren. Dadurch sollen die Risiken und Auswirkungen des
Klimawandels reduziert werden.

Die Getränkeindustrie möchte deshalb ebenfalls mitziehen. Nein, sie muss es sogar. Der Klimawandel hat nämlich nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Folgen. Welches Unternehmen hat nicht
davor Angst, dass die Ressourcen für die eigenen Produkte nicht mehr vorhanden sind? Eine ganze
Existenz würde damit auf der Kippe stehen.


Auch deshalb setzt die Branche auf ökonomische Nachhaltigkeit. Unternehmen erstellen CO2-Fußabdrücke
oder krempeln die Produktion und Logistik um. Soziales, Ökologie und Wirtschaften sollen im Einklang unter einen Hut gebracht werden. Wie gut das bis dato gelingt, beleuchten wir auf Seite 6. Ganz unterschiedliche
Akteure geben einen Einblick, welche Möglichkeiten es gibt und wo noch Potentiale liegen. Ob die Bemühungen ausreichen, wird die Zukunft zeigen. Die Zeit tickt.

Lars Wacker
[email protected]