Burger King wirbt mit einer breiten Veggie-Vielfalt zum "Veganuary" - wir testen undercover!
Burger King wirbt mit einer breiten Veggie-Vielfalt zum "Veganuary" - wir testen undercover!

Undercover: "Veganuary" bei Burger King

Lob oder Tadel? Begeisterung oder Ernüchterung? Champ oder Loser? fizzz testet undercover:

"Veganuary" bei Burger King

 

Der Januar ist der Monat der guten Vorsätze – etwa einer gesünderen Lebensweise. Beim Fastfood-Giganten Burger King nahm man das zum Anlass, erstmals beim „Veganuary“ teilzunehmen und hat speziell hierfür den veganen „Plant-based Long Curry“ entwickelt. Anlass für uns, einmal das vegan-vegetarische Angebot des Burgerbraters zu testen. Nachdem wir von der leicht saisonuntypischen Weihnachtsmusik empfangen werden, folgt die erste Ernüchterung: der beworbene Aktionsburger ist in unserer Filiale erst gar nicht verfügbar. Aber das Veggie-Menü ist dennoch üppig. Wir haben – inklusive vegetarischer Gerichte, etwa mit Käse – die Wahl zwischen sieben Burgern, einem Wrap, Nuggets und Kleinigkeiten rund um Fritten und Salat. Wir bestellen natürlich alles, schließlich wollen wir aussagekräftig testen. 

Der plant-based "Big King XXL" schmeckt seinem Fleisch-Pendant zum Verwechseln ähnlich.
Der plant-based "Big King XXL" schmeckt seinem Fleisch-Pendant zum Verwechseln ähnlich.
Die Salat-Expertise des Fastfood-Giganten lässt leider noch zu wünschen übrig.
Die Salat-Expertise des Fastfood-Giganten lässt leider noch zu wünschen übrig.

Rein vegan sind lediglich die Nuggets sowie der Long Chicken, jeweils in der plant-based Variante – außerdem die Mayo. Die meisten anderen Burger wie der Whopper kommen mit einem beef-like Patty, das den gewohnten Fleischgeschmack der „echten“ Burger erstaunlich gut imitiert. Ob das Patty oder lediglich die Soßen nicht vegan sind, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Auch die veganen Nuggets oder der Long Chicken kommen dem fleischhaltigen Original geschmacklich sehr nah und bilden eine echte Alternative für „Flexitarier“. Eine angenehme Abwechslung zum Einheitsgeschmack bot der Halloumi King, während der Veggie King mit dem Gemüse-Ei-Patty etwas aus der Zeit gefallen wirkte und von der Konsistenz eher an die ersten Gehversuche vegetarischer Fleischersatzprodukte erinnerte. Die unerwartete Erkenntnis: das Negativ-Highlight bildete der Salat mit knackig-eiskalten Cherrytomaten und einem nach eingeschlafenen Füßen duftenden Dressing, das den Namen „Caesar“ sicher nicht verdient. Davon abgesehen bekamen wir genau das, was wir – ob Vegetarier oder Carnivor – aus unserem Fastfood-Gedächtnis heraus erwartet hatten. Keine gesunde Ernährung, aber immerhin ein kleiner Fortschritt für das gute Gewissen.

"Einmal alles bitte!" - das vegan-vegetarische Angebot bei Burger King ist üppig, wenn auch vieles sich geschmacklich ähnelt.
"Einmal alles bitte!" - das vegan-vegetarische Angebot bei Burger King ist üppig, wenn auch vieles sich geschmacklich ähnelt.

fizzz 07/2022

Frank Klix, PURiNO, fotografiert von Sabrina Weniger

Themen der Ausgabe

Frank Klix, PURiNO

Mit seiner PURiNO-Gruppe betreibt Frank Klix elf Restaurants, deren Franchisenehmer aus dem Familien- und Freundeskreis stammen. Eine neue Philosophie, die Digitalisierung als Mittel zum Zweck für mehr Persönlichkeit sieht, treibt ihn an. Mit der PURiNO Soulkitchen entwickelt er nun ein Best-of seiner gastronomischen Ideen.

Cityspecial New York

Wer setzt nach dem Corona-Crash heute Akzente in der Gastro-Szene New Yorks? Welche Konzepte und Macher sind angesagt?

Eco Spirits

Weniger Glas, mehr Nachhaltigkeit. Wie Ecospirits, das neue Kreislauf-System für Bar-Spirituosen, funktioniert.