Die starken Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie würden das Gastgewerbe zunehmend treffen und sich in der hohen Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen widerspiegeln. (Foto: Pixabay)
Die starken Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie würden das Gastgewerbe zunehmend treffen und sich in der hohen Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen widerspiegeln. (Foto: Pixabay)

Gastgewerbeumsatz im August stabil

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden sei der Umsatz im Gastgewerbe im August 2022 gegenüber Juli 2022 kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) um 0,6 % und nominal (nicht preisbereinigt) kaum spürbar um 0,2 % gesunken.

Wie Destatis nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, lag der Umsatz real 16,9 Prozent und nominal 26,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat August 2021. Die starken Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie würden das Gastgewerbe aber zunehmend treffen und sich in der hohen Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen widerspiegeln. Dies werde auch im Vergleich zum Vorkrisenniveau des August 2019 deutlich. Gegenüber diesem Vergleichsmonat habe der Gastgewerbeumsatz im August 2022 real 5,4 Prozent niedriger gelegen, nominal aber 9,2 Prozent höher, meldet Destatis.

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten laut Destatis im August 2022 gegenüber Juli 2022 ein reales Umsatzplus von 1,2 Prozent. Gegenüber August 2021 sei der Umsatz um 11,8 Prozent gestiegen und gegenüber dem August 2019 um 1,8 Prozent. 

In der Gastronomie habe der Umsatz im August 2022 real um 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat gelegen. Im Vergleich zum August 2021 sei der Umsatz um 19,3 Prozent gestiegen, sei allerdings noch um 6,6 Prozent niedriger gewesen als im August 2019. //pip

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GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.