Wasser- und Fruchtsaftsommelier Dr. Peter Schropp (Foto: Wassersommelier-Union)
Wasser- und Fruchtsaftsommelier Dr. Peter Schropp (Foto: Wassersommelier-Union)

"Es kommt auf den Saft an"

Die Megatrends Nachhaltigkeit und Lifestyle beherrschen die Getränkebranche und befördern einen Boom der Saftschorle. Warum Schorlen etwa gute und vielseitige Speisebegleiter für die gehobene Gastronomie sein können, erklärt uns Wasser- und Fruchtsaftsommelier Dr. Peter Schropp.

Interview: Emmelie Öden

Was zeichnet eine gute Saft-Schorle aus? 

„In erster Linie kommt es auf den Saft an. Früchte mit einem gewissen Säuregehalt, etwa Apfel, Johannisbeere oder Rhabarber sorgen für knackig-frische Schorlen. Bei zuckerhaltigeren Früchten wie Birne oder Traube gilt: Sie sind weniger säuerlich und sehr gut geeignet für alle, die mildere Schorlen bevorzugen. Ich empfehle in jedem Fall, sich auf regionale Früchte zu konzentrieren.“

Der Artikel in der Printausgabe
fizzz #06-22

Noch mehr zum Schorle-Boom und den neuesten Trends finden Sie in der Juni-Ausgabe des fizzz-Magazins.

Wie kann man Schorlen zu Speisen kombinieren?

„Alkoholfreie Speisebegleitung ist ein Trend. Schorlen eignen sich grundsätzlich gut als Menübegleitung, da sie nicht so sättigend sind wie ein Saft. Kombinieren lässt sich zum Beispiel Maracuja zu asiatischen Gerichten; Rhabarber passt zu Ziegenkäse oder Fischgerichten. Eine kräftige Schorle aus Johannisbeere oder Sauerkirsche eignet sich hingegen für dunkle Fleischgerichte.“

Was lässt sich aus Schorlen noch herausholen?

„Ein paar Gastronomen verfeinern ihre Schorlen etwa mit Kräutern und Gewürzen. So lassen sie sich individualisieren – gerade für die gehobene Gastronomie ist das toll. Ergänzt man zum Beispiel Apfelschorle mit einer frischen Minznote, hat man schnell einen alkoholfreien Aperitif.“

fizzz 08/2022

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