Die aktuelle Umfrage des Dehoga sieht dramatische Umsatzeinbrüche in der Gastronomie
Die aktuelle Umfrage des Dehoga sieht dramatische Umsatzeinbrüche in der Gastronomie

Dramatische Umsatzeinbrüche durch 2G und 2G plus

Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) melden die Gastronomiebetriebe in Deutschland nach Einführung der 2G-Regel einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von durchschnittlich über 50 Prozent. In Regionen, in den die 2G plus-Regel greift, ist die Lage für die Gaststätten noch dramatischer.

„Kurz vor Weihnachten spitzt sich die Lage der Branche durch die Einführung der verschärften Zugangsregeln erneut dramatisch zu“, erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. „Mit 2G ist der Umsatz in unseren Restaurants und Hotels bereits um mehr als die Hälfte eingebrochen. Noch höhere Einbußen melden Betriebe in Ländern, in denen 2G Plus gilt.“ 4.800 Unternehmer aus der Gastronomie-Branche beteiligten sich zwischen dem 15. und 17. Dezember an der Umfrage des Dehoga Bundesverbandes. Demnach ist der Umsatz deutschlandweit in 78,2 Prozent der Betriebe mit der 2G-Regel gesunken.

Wenn die geimpften und genesenen Gäste noch zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, sind die Rückgänge noch gravierender. Hier melden fast neun von zehn Betrieben (88 Prozent) Umsatzausfälle nach Einführung der 2G-Plus-Regel. 46 Prozent beklagen wegen der 2G-plus-Regel Umsatzeinbrüche von 70 Prozent und mehr. „Weihnachtsfeiern wurden storniert, Stammtische und Familienfeste in private Räumlichkeiten verlegt, Firmen haben Veranstaltungen und Reisen abgesagt“, berichtet Zöllick. Spontanbesuche in Restaurants oder Cafés fänden bei 2G Plus so gut wie nicht mehr statt. „Für viele Betriebe kommt 2G plus einem Lockdown gleich."

Die Antworten der Betriebe auf die DEHOGA-Umfrage spiegeln die existenzbedrohende Lage der Branche wider. Im so wichtigen Geschäftsmonat Dezember lagen die Umsätze bisher durchschnittlich um 57,7 Prozent unter den Dezemberumsätzen des Vorkrisenjahres 2019. Das ist noch einmal eine deutliche Verschlechterung gegenüber den Vormonaten mit Umsatzverlusten von 34,1 Prozent im November und 7,4 Prozent im Oktober.

 „Um das Überleben der in Not geratenen Betriebe zu sichern, braucht es einen angemessenen Schadensausgleich für alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe und Mitarbeiterzahl.“ Erschwerend hinzu käme die extreme Verunsicherung bei den Gästen. „Die ganz große Mehrzahl der Hotels und Restaurants ist weiterhin geöffnet. Unternehmer und Beschäftigte freuen sich auf die Gäste“, sagt Zöllick und appelliert an die Politik: „Ich erwarte, dass Politiker jetzt nicht mit aktionistischen Appellen, die über die jeweilige Landesverordnung hinausgehen, für zusätzliche Verunsicherung sorgen und dadurch erneute Stornierungen provozieren.“

Weitere Informationen: www.dehoga-corona.de

fizzz 07/2022

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