Mahavi Group-Geschäftsführer Viktor Fischer, Hans Schmölz und Markus Bauer (Foto: Mahavi Group)
Mahavi Group-Geschäftsführer Viktor Fischer, Hans Schmölz und Markus Bauer (Foto: Mahavi Group)

3 Tipps gegen den Mitarbeitermangel

Mit gut zehn eigenen Betrieben, gastronomischen Eigenmarken, Event-Locations sowie einem Cateringunternehmen hat sich die Mahavi Group breit und erfolgreich aufgestellt. Die Mitarbeiternot vieler Kolleginnen und Kollegen kennt das Team selbst kaum. „Wir haben momentan sogar einen Überschuss an Köchen“, sagt Markus Bauer, und stellt zufrieden fest: „Wir stehen wie ein stabiler Leuchtturm.“ Wie sie das geschafft haben?

Markus Bauer, Mahavi Group
Markus Bauer, Mahavi Group

„Wir stehen wie ein stabiler Leuchtturm.“

Markus Bauer
Geschäftsführer Mahavi Group
1. Nah dran sein

„Gerade zu Beginn der Pandemie, als viele Mitarbeiter in Kurzarbeit waren, haben wir ständigen Kontakt gehalten, über WhatsApp-Gruppen, Social Media, Zoom-Meetings. Mit „Mahavi Family“ haben wir zudem ein neues Tool geschaffen, über das wir laufend kommuniziert und über den Stand der Dinge berichtet haben. Wir haben unsere gut 120 Festangestellten in dieser Zeit wirklich gehegt und gepflegt, uns mit ihren Sorgen und Nöten beschäftigt und – wo nötig – auch mit Darlehen finanziell unterstützt. Uns ist klar, dass es ohne wertschätzende Mitarbeiter nicht geht, deshalb haben wir in diesem Bereich nicht gespart, sondern die Human-Ressources-Abteilung sogar personell noch ausgebaut. Dass wir für die Leute rund um die Uhr da waren, hat sich ausgezahlt. So haben wir über die Zeit niemanden verloren.“

2. Nachhaltig agieren

„Das Engagement für die Mitarbeiter darf nicht nur kurzfristig angelegt sein. Es gilt, langfristig Wort zu halten und eine ganzheitliche Wertschätzung für das Team zu zeigen. Wir verstehen Personalentwicklung als Marketingaufgabe. Das spricht sich herum und wird mit vielen Initiativbewerbungen belohnt. Natürlich muss auch die Bezahlung stimmen. Wir halten aber nichts von einmaligen Prämien, sondern zahlen dauerhaft übertariflich und haben zudem ein Bausteinsystem implementiert, das zum Beispiel über Essensgutscheine und Fahrtkostenzuschuss für ein optimales Lohn-Netto sorgt.“

3. Agil sein

„Wir sind auch deshalb für Mitarbeiter interessant, weil wir als Unternehmen sehr agil und vielfältig aufgestellt sind. So gibt es für unsere Leute immer neue Perspektiven und Projekte, sie können im Unternehmen rollieren und zwischen den verschiedenen Betrieben switchen, nun sogar auch nach Ibiza in unser neues Restaurant. Wem es im À-la-carte-Bereich nicht gefällt, findet das Glück vielleicht im Catering. Bei uns melden sich zahlreiche Investoren, Brauereien, Start-Ups, zudem sind wir als Leaders-Club-Mitglied in der Szene sehr gut vernetzt. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erschließen sich somit viele Kontakte und jede Menge Karrierechancen.“

 

Mehr Informationen: mahavi-group.de/

Der große fizzz-Trendguide 2022: die Gastronomie ist in der Zukunft angekommen. Gehen Sie auf Entdeckungs­reise – neue Märkte warten nun darauf, erobert zu werden. Die Expedition beginnt.

fizzz 12/2022

Themen der Ausgabe

Matthias Schneider & Remo Gianfrancesco, Frankfurt

Mit der „Cloud Eatery“ haben Matthias Schneider und Remo Gianfrancesco ein fortschrittliches Ghost-Kitchen-Konzept aus der Taufe gehoben. Die Krise der Betriebsgastronomie könnte ihnen den Weg nach oben ebnen.

City Special Toronto

Kanadas wirtschaftliches Epizentrum mausert sich auch kulinarisch zu einer echten Trendmetropole.

Mitarbeiterbeteiligung

Transparenz und Teilhabe entwickeln sich zu wichtigen Faktoren im Wettbewerb um Gastro-Talente.