Kommentar: Erich Nagl, Business-Experte & Leiter der ETL ADHOGA Zentrale Berlin
Kommentar: Erich Nagl, Business-Experte & Leiter der ETL ADHOGA Zentrale Berlin

Geht sich's aus?

Nagl Probe
Ein Kommentar von Erich Nagl, Business-Experte der ETL Adhoga

Die Energiekosten steigen etwa um 150 %. Die Umsatzsteuer auf Speisen bleibt bei 7 %, das ist gut, entlastet jedoch nicht, denn die Preise waren bereits so kalkuliert. Bei den Getränken gibt es keine Entlastung, ebenso bei der überbordenden Bürokratie, aber zurück zur Energiepreisfrage.
Vor drei Jahren mussten für Energie im Schnitt 4 bis 7 % aufgewendet werden und es wurden um die 8 bis 10 % verdient. Bei gleichem Stromverbrauch müssten nun die Gäste auch 250 % mehr bezahlen. Theoretisch korrekt – und völlig an der Praxis vorbei.

Es muss also eine andere Lösung her. Am billigsten ist immer noch der Strom, den man nicht braucht. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer werden ihren Unternehmerlohn reduzieren, doch Einsparungen allein reichen nicht. Andauernde und spitz kalkulierte Preisanpassungen müssen sein. Ich schätze, Gastrobetriebe, die im 1. Halbjahr 2022 eine Umsatzrendite von mindestens 5 % nach Geschäftsführervergütung verfehlt haben, sind gefährdet. Bei denen kann es sein, dass es sich über den Winter nicht ausgeht.

Erich Nagl
Business-Experte & Leiter der ETL ADHOGA Zentrale Berlin

www.etl-adhoga.de

Die Energie- und Lebensmittelkosten gehen durch die Decke, die Menschen müssen sparen und auf Konsum verzichten, um durch den Winter zu kommen. Was bedeutet das für die Gastronomie und wie kann sie sich für die (neue) Krise wappnen? fizzz hat Gastro-Consulter um ihre Tipps und Ratschläge gebeten.

fizzz 12/2022

Themen der Ausgabe

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Mit der „Cloud Eatery“ haben Matthias Schneider und Remo Gianfrancesco ein fortschrittliches Ghost-Kitchen-Konzept aus der Taufe gehoben. Die Krise der Betriebsgastronomie könnte ihnen den Weg nach oben ebnen.

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Kanadas wirtschaftliches Epizentrum mausert sich auch kulinarisch zu einer echten Trendmetropole.

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