Andrea Grudda: Tasting New Work (Foto: Judith Wagner)
Andrea Grudda: Tasting New Work (Foto: Judith Wagner)

Das Aufbrechen der gläsernen Decke

Tasting New Work
Ein Kommentar von Andrea Grudda, Future Business- & Strategie-Expertin

Es lohnt sich oft nicht, in der Gastronomie zu bleiben. Das hat nichts mit den üblichen Totschlag-Argumenten zu tun. Wenn man in der Gastronomie bleiben möchte, landet man schnell in einer Sackgasse. Denn ist man engagiert und stellt sich die Frage, was in den nächsten Jahren kommt, ist schnell klar, es gibt nicht viel, was man erreichen könnte. Die Führungsposten sind mit Menschen besetzt, die meistens Jahre bleiben. Selbst wenn man Zusatzausbildungen macht, ist das Ende schnell erreicht. Dann kommt immer der Punkt: Was nun? Viele wechseln dann die Branche.

Wenn man diesen Kreis durchbrechen möchte, muss man komplett neue Wege gehen. Zum Beispiel den „rotierenden Posten“ der Führungskraft. Jeder kann Führungsperson für ein Jahr sein. Eine Person, die das Team managt und moderiert, die Verantwortung für ein Jahr übernimmt und in der Zeit Ansprechperson ist. Nicht jeder hat die Kraft und die Aufmerksamkeit, Führungsaufgaben über Jahre top auszufüllen. Die Lebenssituationen verändern sich oder der Fokus verschiebt sich. Mit so einer Rotation kann es auch für Jüngere interessanter werden zu bleiben. Wenn sie die Chance sehen, hoch verantwortlich zu arbeiten. Diese Ansätze sind drastisch, aber notwendig.       

Andrea Grudda  
New Work & Future Business 
www.andreagrudda.de

fizzz 02/2023

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