Im „place to v“ wird regional, saisonal und rein pflanzlich gekocht; Foto: ahead burghotel
Im „place to v“ wird regional, saisonal und rein pflanzlich gekocht; Foto: ahead burghotel

Rein pflanzlich

Die Prignitz wird zum Mekka für vegane Lebensweise sowie Yoga und Meditation. Inmitten der urwüchsigen Landschaft des UNESCO Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg hat mit dem ahead burghotel nun das größte vegane Hotel Deutschlands in Lenzen eröffnet.

Die historische Stadt Lenzen ganz im Westen des brandenburgischen Landkreises Prignitz ist nicht nur für seine lauschigen Gässchen und das umliegende Elbdeichland, sondern auch für seine denkmalgeschützte Burganlage bekannt. Hier hat Anfang Juli ein besonderes Gästehaus mit angeschlossenem ökologischem Restaurant eröffnet: das „ahead burghotel“. Mit seinen 40 Zimmern und vier Gebäuden für Beherbergung, Gastronomie, Tagung sowie Yoga ist das „ahead burghotel“ sogar das größte vegane Hotel Deutschlands.

„Wir denken Hotellerie neu“, sagt Jonas Mog, Hotelchef und Geschäftsführer. „Wir möchten gern Entspannung, Achtsamkeit, Genuss und Kulinarik mit der Natur in Einklang bringen und Vorreiter für mehr nachhaltige Hotels in Deutschlands sein.“ Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Kim Stellbrinck hat er zum 1. Juli das Burghotel als neuer Betreiber übernommen.

Mit viel Liebe zum Detail haben Jonas Mog und Kim Stellbrinck das neue Konzept des Hotels umgesetzt. Von der Zimmerausstattung bis hin zur Hotelküche zieht sich die konsequente Nachhaltigkeit und Ökologie als roter Faden durch das Hotelerlebnis. So wurden beispielsweise die Gästezimmer nachhaltig ausgestattet. Neben Bio-Bettwäsche und bioveganer Kosmetik ist auch die gesamte Zimmerausstattung durchdacht und ökologisch. Eichendielenböden und Öko-Naturholzmöbel sorgen für eine behagliche Atmosphäre. Ruhesuchende Urlauber, gern auch mit Hund, können zwischen Zimmern und Suiten direkt in der denkmalgeschützten Burg oder in der benachbarten historischen Burgschule wählen.

Natürlich ist auch für den Gaumengenuss gesorgt: im integrierten Restaurant „place to v“ werden regionale und saisonale Leckereien auf rein pflanzlicher Basis angeboten. Von der großen Sonnenterrasse und dem Frühstückswintergarten können die Gäste den Blick über den fünf Hektar großen idyllischen Burggarten schweifen lassen. Chill-Out Areas mit Hängematten und Liegestühlen laden zum Verweilen ein. Für Yoga und Meditation stehen neben einer Yoga-Matte auf jedem Zimmer auch die Grünflächen und das fußbodenbeheizte Teehaus als Rückzugsort zur Verfügung. Geführte Kurse gehören zum täglichen Angebot für die Gäste.

Wer es gern aktiv mag, kann sich Bambusfahrräder der Kieler Fahrradmanufaktur My Boo ausleihen. Unter Unterstützung von fairen Arbeitsplätzen und Schulprojekten werden die Räder nachhaltig in Kiel und Ghana produziert. Mit den Rädern können Gäste beispielsweise einen kleinen Bade-Ausflug zum nahegelegenen Rudower See, dem größten See der Prignitz, unternehmen oder entlang der 27 Kilometer langen Radrundtour „Lenzerwische-Tour“ die typische Prignitzer Landschaft erkunden. Abends finden müde Radlerbeine Entspannung im hoteleigenen Sauna- und Wellnessbereich.

Wer lieber auf dem Wasser unterwegs ist, kann sich ein Stand Up Paddle Board vom ahead burghotel oder ein Kanu vom BUND-Besucherzentrum im Pförtnerhaus des Burggeländes ausleihen und sich auf die Spur des Eisvogels begeben. Der BUND bietet auf der Löcknitz, dem direkt am Burggarten gelegenen Haupt-Nebenfluss der Elbe, auch geführte Touren durch das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe an.

 

Schlagworte

Ausgabe 06/2022

Erhältlich ab 14.9.2022: Die Seckinger-Brüder im Portrait // Neuseeland und Australien // Trendgetränk Whisky und weitere Themen

Themen der Ausgabe

Jeden Tag eine gute Tarte

Kunterbunt und superlecker: unsere vegetarische Spiral-Gemüsequiche. Passend zu den sich einstellenden Herbstgefühlen präsentieren wir ein Wohlfühlrezept aus Mürbeteig, Petersilienwurzel, Möhren, Zucchini und Ei. Sommelier Gerhard Retter empfiehlt dazu einen maischevergorenen Silvaner aus dem fränkischen Hause Horst Sauer. » Zu Rezept und Weintipp

Hoch hinaus

Australien und Neuseeland haben schon lange deutlich mehr zu bieten als pummelige Shiraz und primärfruchtdominierte Sauvignon Blancs. In den Höhenlagen der beiden Länder untersuchte unser Autor Christoph Raffelt die Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir, deren Kultivierungsgeschichten und Entwicklung. » Zum Artikel

Die drei Musketiere

Undogmatisch und trotzdem traditionsbewusst, innovativ und geerdet. Jonas, Philipp und Lukas Seckinger gehen in der Pfalz kompromisslos ihren Weg und sind damit zu Repräsentanten einer zukunftsweisenden jungen Bewegung geworden. Das bedeutet: den Weinen Zeit geben, keine Zusätze, nachhaltige Weinbergsarbeit.