Klare Formen treffen üppige Dekoration: Gestalterisches Vorbild für das Weissbräuhaus war das berühmte Benediktinerkloster in Ettal. (Foto: Vivid' Angelo)
Klare Formen treffen üppige Dekoration: Gestalterisches Vorbild für das Weissbräuhaus war das berühmte Benediktinerkloster in Ettal. (Foto: Vivid' Angelo)

Projekt mit Zukunft: Benediktiner Weissbräuhaus Gießen

Text: Benjamin Brouër

Premiere in Gießen: Mit dem Benediktiner Weissbräuhaus hat nach über 12-monatiger Bauzeit und lockdownbedingter Wartezeit nun endlich das erste eigenbetriebene Gastronomie-Objekt der Bitburger Braugruppe eröffnet. Dass sich die Bitburger für ihren ersten Eigenbetrieb die Marke Benediktiner herausgepickt haben, verwundert nicht, zählt sie doch mit ihren Weißbieren und dem Benediktiner „Hell“ zu den Erfolgsgeschichten der letzten Jahre. So traditionell der Name der Gastronomie auch klingt, das Objekt ist viel mehr als ein lauwarmer Aufguss alter Wirtshauskultur. Vielmehr soll eine ordentliche Prise urbane Gastlichkeit die Tradition mit der Moderne verbinden. Mit dem Frankfurter Gastro-Experten Tim Plasse, der jahrzehntelange Erfahrung aus der großstädtischen Tagesgastronomie mitbringt, hat man den passenden Mann gefunden, der das Objekt nicht nur konzipiert und an den Start gebracht hat, sondern dieses auch in die Zukunft führt, denn auf das Pilotprojekt in Gießen sollen weitere Standorte folgen. „Unsere Vision ist, eine deutschlandweit vertretene Marke aufzubauen“, erzählt Plasse, der auch Geschäftsführer des Objektes ist.

Die Gäste erwartet ein großzügiges Wirtshaus mit Wohlfühlcharakter und unterschiedlichen Themenwelten: Neben der Schankstube, der Beer Lounge, dem Stüberl und dem Restaurant gehören ein Biergarten und eine Terrasse, ein Kräutergarten, die hauseigene Bäckerei und das Bierlager zum Objekt. Auf insgesamt 730 Quadratmetern bietet das Lokal bis zu 258 Sitzplätze im Innen- sowie 174 Sitzplätze im Außenbereich.

Auf der Speisekarte finden sich etwa neu interpretierte Klassiker der bayerischen Küche. (Foto: Vivid' Angelo)
Auf der Speisekarte finden sich etwa neu interpretierte Klassiker der bayerischen Küche. (Foto: Vivid' Angelo)
Kontrastreiche Akzente: Minimalistisch-schlichte Möbel vor blauen Fliesen. (Foto: Vivid' Angelo)
Kontrastreiche Akzente: Minimalistisch-schlichte Möbel vor blauen Fliesen. (Foto: Vivid' Angelo)

Gestalterisches Vorbild ist das berühmte Benediktinerkloster im oberbayerischen Ettal – die Heimat des Benediktinerbiers – mit seinem atmosphärischen Gegensatz von barockem Prunk und mönchischer Bescheidenheit. So finden sich auch im historischen Gebäude der Alten Post am Gießener Hauptbahnhof einfache, klare Formen gepaart mit üppigen Dekorationen. Details wie imposante Kronleuchter und aufwändige Wandmalerei gehen einher mit Terrazzofliesen am Boden. Die verzierten Zapfsäulen hinter dem Tresen setzen verspielte Akzente. Den Kontrapunkt wiederum bilden minimalistisch-schlichte Möbel und rauer Putz an den Wänden, dazu kommen typisch bayerische Gestaltungselemente wie gebürstete Holzoberflächen, Wandvertäfelungen oder klassische Holzschindeln.

Transparenz strahlt der zentrale Front-Cooking-Bereich samt hauseigener Bäckerei aus. Hier werden täglich frisch und von Hand Sauerteigbrote mit Kellerhefen, Brezeln und frische Blechkuchen hergestellt – für die Gäste sicht- und erlebbar. Auf der Speisekarte, die vom Frühstück bis zum Abendbrot den gesamten Tag abdeckt, finden sich neben neu interpretierten Klassikern aus Bayern auch Traditionsgerichte aus der hessischen Küche. Vegetarische und vegane Speisen runden das Angebot ab. Ein Hingucker ist das große Bierlager, das Holzbierfässer in einem Schrank aus Stahl und Glas anstichbereit präsentiert und die Marke Benediktiner unaufdringlich in Szene setzt. Ein frisch gezapftes Helles aus einem der Holzfässer zählt bereits jetzt zu den besonders beliebten Spezialitäten in Gießens neuem Schmuckstück.    

         

Auf einen Blick:

  • 8 Zapfhähne + Benediktiner „Hell“ vom Holzfass
     
  • 6 Flaschenbiere
     
  • 250 Sitzplätze innen, 170 außen
     
  • Bier: ab 2,90 €, (0,33 l Benediktiner „Hell“)
     
  • Vorspeisen: 5,90-12,90 €, Hauptgerichte: 9,40-25,90 €
     
  • Offen: Mo-Do & So 12-23 Uhr,
    Fr & Sa 12-0 Uhr
     
  • Alte Post / Bahnhofstraße 91
    35390 Gießen
    Tel.: 0641 97269213

www.benediktiner-weissbraeuhaus.de

Führt das Weissbräuhaus in Gießen: Gastro-Experte Tim Plasse (Foto: Vivid' Angelo)
Führt das Weissbräuhaus in Gießen: Gastro-Experte Tim Plasse (Foto: Vivid' Angelo)
Schlagworte

Ausgabe 1/22

Cover Meiningers CRAFT 1/22 (Foto: Ben Fuchs Photography)

Themen der Ausgabe

TITEL_BERLINER BERG

Gesucht und gefunden: Sie treten an mit dem Prinzip „Tradition. Neugebraut“. Wollen nicht etwa das verrückteste Craftbier brauen, sondern das Pils für Berlin. Sie wollen eine Lücke schließen im Markt der Hauptstadt, ein Bindeglied sein zwischen zwei Welten. Im Mai 2021 haben Berliner Berg nach einigen Jahren der Suche ihre eigene Brauerei in Neukölln eröffnet.

TREND_HARD SELTZER

Happy Water: Vegan, wenig Alkohol und kaum Kalorien: Hard Seltzer heißt das neue Trendgetränk, das sich nach dem Hype in den USA jetzt in Deutschland etabliert. Auch hiesige Brauer sehen großes Potenzial in dieser neuen Kategorie und bescheren dem Markt vielversprechende Produkte

MARKEN_UNION BRAUEREI_UPDATE

Bremen in Wallung: Corona zum Trotz setzt die Union Brauerei auf Wachstum, will im Herbst 2022 einen weiteren Braubetrieb nebst Gastronomie in Bremen Hemelingen eröffnen – und die Brauhistorie der Hansestadt noch erlebbarer machen. Trotz Expansion wird sich die Brauerei weiterhin auf den lokalen Markt konzentrieren: „Hier gibt es für uns genug Potenzial."