Das Tagescafé-Bistro „frank“ bringt Industrie-Dschungel-Feeling nach Berlin (Foto: Lee Edward)
Das Tagescafé-Bistro „frank“ bringt Industrie-Dschungel-Feeling nach Berlin (Foto: Lee Edward)

frank, Berlin

Das neue „frank“ am Berliner Pfefferberg gibt sich als modern-lässiges Café ohne Chichi, kulinarisch reisefreudig und mit Industrial Jungle Flair.

Im ersten Lockdown bereiteten Oliver Mansaray und Daniel Scheppan die Eröffnung ihres spektakulären Bar-Restaurants „KINK“ vor, im zweiten legen sie nach und haben nun das Tagescafé-Bistro „frank“ gleich nebenan gestartet. Geht es im „KINK“ um elaborierte Küche, Foodpairing und komplexe Drinks – sprich ein nicht alltägliches Erlebnis –, will das „frank“ ganz seinem Namen nach (nämlich englisch für frei, offen, zugänglich, ehrlich) der kleine, unkomplizierte Bruder sein.

Unkompliziert, aber auf hohem Niveau: Mit wechselnden und mit der Saison gehenden Tagesgerichten aus der Küche von Filip Duncic (zuvor „Distrikt Coffee“) à la Korean Fried Chicken, brasilianischer Feijoada mit Schweinerippchen oder Pulpo-Burger. Mit hausgemachten pikanten Getränken, die sich durch Hinzugabe von Spirits pimpen lassen (zum Beispiel der „Dirty Harry“ mit Tomatillo, Meerrettich, Dill, Sellerie und Gurke, der dann mit Mezcal oder Tequila „gespiked“ wird), ferner Spritz-Varianten und Flaschenbier.

Industrial Jungle Flair im "frank", Berlin:  (Foto: Lee Edward)
Industrial Jungle Flair im "frank", Berlin: (Foto: Lee Edward)
Pflanzen-Mekka aus Kakteen, Sukkulenten und Palmen (Foto: Lee Edward)
Pflanzen-Mekka aus Kakteen, Sukkulenten und Palmen (Foto: Lee Edward)

Fürs schon optisch hinreißende süße Gebäck – z.B. Choux mit Mandel und Haselnuss-Praliné oder ein glutenfreier „Lemon-Stick” aus Polenta mit Zitronenverbene – zeichnet Pâtissière Fabienne Dauplay verantwortlich, die bei Pierre Gagnaire (Waldorf Astoria) lernte. Eigene Eiskreationen mit gewagten, aber überraschend leckeren Sorten wie Spargel oder Miso (exklusiv fürs „frank“ von „Duo Sicilian Ice Cream“ gemacht) runden das Sortiment ab.

Die fast deckenhohen Stahlregale schweißten die Betreiber übrigens selbst, das haben sie in Lockdown zwei erlernt. Die üppigen Pflanzen darauf – Kakteen, Sukkulenten und Palmen – erhalten in Kürze ein eigenes Bewässerungssystem mit Tanks: praktischerweise ist auch ein studierender Garten- und Landschaftsbauer im Team der Doppel-Gastronomie vertreten. Mit Brunch-Angebot am Wochenende, geschickt aus der großen „KINK“-Küche, sowie Abendgeschäft will man sobald als möglich übers aktuelle To-go-Geschäft hinaus starten. Fehlt nur noch eines in der grünen Oase mit traumhaftem Biergarten: grünes Licht für #restartgastro. 

frank
Schönhauser Allee 176
10119 Berlin
Tel.: 030 41207344
www.frankcafe.de

(Text: Jan-Peter Wulf, Fotos: Lee Edward)

Als Tresen haben die Macher eine alte Werkbank umgestaltet (Foto: Lee Edward)

Als Tresen haben die Macher eine alte Werkbank umgestaltet (Foto: Lee Edward)

Natürlich dürfen auch Kaffeespezialitäten im "frank" nicht fehlen (Foto: Lee Edward)

Natürlich dürfen auch Kaffeespezialitäten im "frank" nicht fehlen (Foto: Lee Edward)

Für das süße Angebot sorgt die französisch-vietnamesische Pâtissière Fabienne Dauplay (Foto: Lee Edward)

Für das süße Angebot sorgt die französisch-vietnamesische Pâtissière Fabienne Dauplay (Foto: Lee Edward)

Berauschender After-Work-Drink "Dirty Harry“ mit Gurkensaft, Dill, Sellerie, Meerrettich (Foto: Lee Edward)

Berauschender After-Work-Drink "Dirty Harry“ mit Gurkensaft, Dill, Sellerie, Meerrettich (Foto: Lee Edward)

fizzz 9/2021

Fizzz #09-2021

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