fizzz testet undercover - Sticks'n'Sushi
fizzz testet undercover - Sticks'n'Sushi

Undercover: Sticks'n'Sushi, Berlin

Lob oder Tadel? Begeisterung oder Ernüchterung? Champ oder Loser? fizzz testet undercover:

Sticks'n'Sushi, Berlin

1994 begann die Erfolgsstory von „Sticks’n’Sushi“ in Kopenhagen. Heute gibt es über 20 Outlets des Konzepts, das zwei Elemente der japanischen Esskultur – Sushi und Yakitori-Sticks – kombiniert. Seit 2017 auch in Berlin, und seit ein paar Wochen sogar doppelt, nach der Potsdamer Straße haben die Dänen sich nun auch auf der Kantstraße niedergelassen. Ein interessanter Standort, denn hier ist die Dichte asiatischer Restaurants bekanntlich hoch. Ist man hier nun eines unter vielen? Nein. Man merkt schon beim ersten Schritt hinein: Hier eröffnet sich eine andere Welt. Was für ein Interieur! Perfekt inszeniert, die Farb- und Formenwahl hat Charme, das Licht ist auf den Punkt. Professionell? Absolut. Ketten-Charakter? Kein bisschen. Später, als das Restaurant mit Menschen gut gefüllt ist, zeigt sich: Es ist organisch. 

Essen und Drinks im Sticks'n'Sushi überzeugen...
Essen und Drinks im Sticks'n'Sushi überzeugen...
...ebenso wie das freundliche Interieur.
...ebenso wie das freundliche Interieur.

„Sticks’n’Sushi“ ist für seine Herzlichkeit bekannt, „irasshaimase“ (berlinerisch: kommse rin) lautet das Credo, und wir werden nicht enttäuscht: Die Verabschiedung fällt ebenso freundlich aus wie die Begrüßung, unsere Bestellungen und Rückfragen nimmt man mit Freude und Lachen entgegen. Liegt’s daran, dass tatsächlich nur Dänen bedienen? Berlin ist nur eine Tür entfernt und doch weit weg. 

Essen bitte: Der Blumenkohl mit Trüffel-Goma muss einfach sein, es soll Gäste geben, die nur deswegen kommen. „Mixed Emotions“ mit Karaage-Hähnchen und Fleischbällchen-Sticks sowie drei Sorten Sushi (Shake-Tataki, Maki und Nigiri) sind das ideale Menü für einen großen oder zwei kleinere Hunger. Wir probieren auch das Herbst-Special, Sushi in Paprika eingerollt, auch nicht schlecht.

Der Blumenkohl mit Trüffel-Goma ist ein Gedicht
Der Blumenkohl mit Trüffel-Goma ist ein Gedicht
Auch die Bar im Sticks'n'Sushi hat einiges zu bieten
Auch die Bar im Sticks'n'Sushi hat einiges zu bieten

Und weil „Sticks’n’Sushi“ eigentlich „Sticks’n’Sushi’n’Sipping“ heißen müsste, der ordentlichen Drinks wegen, gibt es dazu einen „Sakura Bitter“ mit Kirschblüte und Wermut und einen „Kyoto“ mit Jasmin-Gin und Passionsfrucht. Omnomnom. Wonach man uns verrät, im Eröffnungsmonat geht die zweite Runde Drinks aufs Haus. Also dann … kanpai und skål!

 

Fazit: 
Klasse, für uns ein Erfolgskonzept!

Top: Service, Food, Ambiente

Super: „Tessio“ von Luomo aus den Boxen

Irgendwas zu beanstanden? Zu wenig Salz an den Edamame

 

Sticks’n’Sushi
Kantstraße 152
10623 Berlin
sticksnsushi.com

fizzz 12/2021

Fizzz #12-2021

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Frische Optik, innovative Drinkideen, junges Auftreten – neue urbane Teebars lassen von sich hören und erneuern das Tee-Image.
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Essen gehen und damit Klimaschutzprojekte fördern: die Initiative Zero Foodprint schafft eine neue Brücke zwischen Gastronomie und Landwirtschaft.