Der Weinkeller im Loungebereich des Alchemist; Foto: Kim HØltermand
Der Weinkeller im Loungebereich des Alchemist; Foto: Kim HØltermand

Superlativer Glaskeller

Man kommt beim Weinkeller des ­Restaurant Alchemist in Kopenhagen kaum um die leidige Floskel „keine Kosten und Mühen gescheut“ ­herum. Und das gilt für beide Teile. Also sowohl für den Keller als auch für den Wein. Wobei „Keller“ kaum das richtige Wort ist. Wie das gesamte Restaurant wurde der dreistöckige klimatisierte ­Glaskubus im Loungebereich 2019 vom Architekt Michael Duncalf auf den Grundmauern einer alten Lagerhalle errichtet. Umgerechnet mehr als zehn Millionen Euro soll Co-Inhaber Lars Seier Christensen, Ex-Saxo-Bank-CEO, in die Kernsanierung im alten Kopenhagener Industriehafen investiert haben.
Und auch der Inhalt dürfte seinen Wert haben. „Wir können hier 10.000 Flaschen lagern“, sagt Nina ­Højgaard Jensen, die als Sommelière über die knapp 3000 ­Positionen starke Weinkarte wacht – darunter allein 250 verschiedene Champagner, von mitunter nicht ganz einfach aufzutreibenden Produzenten wie Georges Laval oder Jacques Selosse. Stichwort: keine Mühe scheuen. Daneben Weine von der Domaine Leroy, Klaus Peter Keller, Labet und Romanée-Conti-Flaschen für 150.000 Dänische Kronen (ca. 20.000 Euro). Noch nicht genügend Superlative? 15 Meter ragt die Glasfront von Jensens Flaschenreich in die Decke. Die Tür ist aus Bronze und wiegt zwei Tonnen.
www.alchemist.dk

04-2022

Themen der Ausgabe

PAIRING

Das neue Rutz - Nancy Grossmann setzt auf Abwechslung ohne Dogma

PANORAMA

Ahrtahl - ein Jahr danach

PROFILE

Alte Liebe - Kreatives aus Augsburg