Die Jury hatte keine leichte Aufgabe beim Gastro-Gründerpreis (Foto: Leaders Club Deutschland)
Die Jury hatte keine leichte Aufgabe beim Gastro-Gründerpreis (Foto: Leaders Club Deutschland)

Die Top 5 beim Gastro-Gründerpreis

Die Jury hat entschieden: Im Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises kämpfen fünf Teams um die attraktiven Hauptgewinne. In der spannenden Endrunde im Rahmen der Internorga hat das Fachpublikum per Live-Voting die Wahl: Wer wird Gastro-Startup des Jahres?

Hamburger Afro-Fusion-Food, das die Seele berührt? (Fast) tierfreie Nachhaltigkeit in ausgezeichnetem Interior Design aus Münster? Leckere Mahlzeiten aus geretteten Lebensmitteln für die Münchener Community? Vielleicht die Dürener hausgemachten Nudeln in 1.001 Variation? Oder doch lieber das unwiderstehliche Trierer Nationalgericht aus dem Maggiwürfel-Food-Truck?

Schon jetzt steht fest, dass das Fachpublikum in Hamburg eine schwierige Entscheidung zwischen fünf wirklich starken Bewerberinnen und Bewerbern treffen muss. Schließlich geht es am 30. April auf der Internorga um den Hauptpreis von 10.000 Euro, eine umfassende Beratung durch erfahrene Branchenprofis des Leaders Clubs und die Teilnahme am Internationalen Foodservice-Forum. Der von der Internorga, Kassensystemhersteller orderbird und dem Leaders Club Deutschland ausgelobte Preis verspricht ordentlich Rückenwind für Deutschlands gastronomische Innovationen und wertvolle Impulse für die gesamte Branche. 

Alle fünf Final-Teams sind bereits jetzt Gewinner, denn sie konnten sich gegen 22 starke Mitbewerber*innen durchsetzen, von denen zehn in der vergangenen Woche vor der Jury pitchen durften, darunter Internorga-Chefin Claudia Johannsen, Leaders Club-Präsident Michael Kuriat, die Leaders Club-Vorstände Kerstin Rapp-Schwan und Frank Buchheister, Dieter Moser von orderbird sowie die Köchin, Autorin und Aktivistin Sophia Hoffmann und die Gastronomen Patrick Rüther und Heiner Raschhofer.

Folgende fünf Konzepte begeisterten die Jury bei der Vorauswahl am meisten (in alphabetischer Reihenfolge):

Beetschwester
Beetschwester (Foto: Leaders Club Deutschland)
Beetschwester (Foto: Leaders Club Deutschland)

Den Großen Kiepenkerl kennt in der westfälischen Metropole jede*r. Seit Juni 2020 sorgt hier auch seine kleine, grüne Schwester für Furore. Regina von Westphalen, die den Kiepenkerl gemeinsam mit ihren Eltern übernommen hat, überführt mit ihrem Start-up „Beetschwester“ die Genussphilosophie des zünftigen Slow-Food-Gasthauses in das Format einer vegetarisch-nachhaltigen
Tagesbar für alle Generationen.

beetschwester.de/

Mit der "Beetschwester" gewinnt Münsters Gastronomieszene eine rein vegetarische Tagesbar hinzu, die passenderweise in einem ehemaligen Blumenladen Unterschlupf gefunden hat.

Community Kitchen
Community Kitchen (Foto: Leaders Club Deutschland)
Community Kitchen (Foto: Leaders Club Deutschland)

In ihrer Community Kitchen rettet Gründerin Günes Seyfarth unverkäufliche Lebensmittel von Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen und Großhändler*innen. Anschließend werden daraus in einer 2.000 qm großen ehemaligen Kantine Mahlzeiten für Gäste und Catering oder „Eingemachtes“ wie haltbare Suppen, Chutneys und Marmeladen für den Verzehr zu Hause. Was nicht verarbeitet werden kann, wird kostenlos weitergegeben.

com-kit.de/

Flieten Franz
Flieten Franz (Foto: Leaders Club Deutschland)
Flieten Franz (Foto: Leaders Club Deutschland)

2019 schickte „Flieten Franz“-Gründer Max Laux erstmals seinen selbst gebauten Food Truck auf die Straße. Der bunt bemalte Anhänger und die darin zubereiteten knusprig-frittierten Hähnchenflügel avancierten schon kurz nach dem Start zum veritablen Kult in Trier. Zwischen einem Bordell und einer Autowaschanlage haben Franz und seine Flieten inzwischen auch einen festen Standort gefunden. Hier heißt es samstags: Franz Fackelt – BBQ satt. Natürlich mit Fleisch aus der Region. 

flietenfranz.de/

Lordikocht
Lordikocht (Foto: Leaders Club Deutschland)
Lordikocht (Foto: Leaders Club Deutschland)

„Es gibt viel zu wenig afrikanisch geprägte Küche in der deutschen Gastro-Kultur!“, finden Louis und Lucy Larbi und wollen mit ihrem Pop-up-Konzept Lordikocht genau das ändern. In Hamburg und Umgebung servieren die Geschwister Afro-Fusion-Küche vom Feinsten. Dabei kombinieren sie bekannte westliche Trend Dishes wie Burger, Bowls und Wraps mit westafrikanischem Soulfood, das buchstäblich die Seele bewegt.

lordikocht.de/

Nudel & Holz
Nudel & Holz (Foto: Leaders Club Deutschland)
Nudel & Holz (Foto: Leaders Club Deutschland)

In Düren heißt es seit dem Sommer 2020 immer häufiger: Wir treffen uns im Nu! „Nu“ steht dabei als Abkürzung für die Pastabar Nudel & Holz der beiden Gründer Bastian und Mats Geuenich. Hier gibt es den italienischen Klassiker handgemacht und in all seiner Vielfältigkeit: Mehr als 1.000 verschiedene Varianten und Kombinationen sind im Baukastenprinzip aus Pasta, Sauce und Toppings ganz nach individueller Vorliebe bestellbar.

nudelundholz.de/

Im März 2022 findet endlich wieder die INTERNORGA als Leitmesse für den gastronomischen Außer-Haus-Markt statt. Unter dem Motto "Zurück in die Zukunft" hat außerdem die Bewerbungsphase für die drei großen Wettbewerbe, die auf der Messe stattfinden, begonnen.

Die zehn besten Konzepte des diesjährigen Gastro-Gründerpreises wurden von einer Fachjury ausgewählt. Den Gewinnern winken bis zu 10.000 € Startkapital.

fizzz 05/2022

fizzz #05-22

Themen der Ausgabe

Ashkan Mahmoud, Mannheim

Sie sind so vielfältig wie der Stadtteil selbst: Ashkan Mahmouds Konzepte prägen das Mannheimer Szeneviertel Jungbusch. Doch dahinter steckt die Frage, wie Menschen ihre Stadt gestalten. Ein Gastronom zwischen Investoren und Bewohnern, zwischen Luxusloft und Kiezkiosk.

Cityspecial Hamburg

Von Specialty Coffee über Grilled Cheese Sandwiches bis vegetarische Döner – Hamburgs Newcomer des Frühjahrs 2022.

Konzept-Switch

Wie grenzt man sich vom Alten ab und nimmt Bewährtes dennoch mit? Drei gastronomische Relaunch-Geschichten aus der Praxis.