Der Schein trügt: Zwar hat sich der Umsatz im November 2021 real um 117 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesteigert. Dafür begann im November 2020 der Lockdown. (Foto: Pixabay)
Der Schein trügt: Zwar hat sich der Umsatz im November 2021 real um 117 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesteigert. Dafür begann im November 2020 der Lockdown. (Foto: Pixabay)

Gastgewerbe verharrt in Corona-Starre

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hat sich  der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr real (preisbereinigt) nicht verändert.

Nominal (nicht preisbereinigt) sei der Umsatz um 2 Prozent gestiegen. Damit seien laut Destatis die Jahre 2020 und 2021 die umsatzschwächsten seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 gewesen. Im Vergleich mit dem Jahr 2019 habe das Gastgewerbe 2021 real gut 40 Prozent und nominal fast 36 Prozent weniger umgesetzt.

Nach den enormen Umsatzrückgängen im Frühjahr 2021 habe das Gastgewerbe seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Mai 2021 seine Umsätze erheblich steigern können. Die kumulierten Umsätze von Januar bis November 2021 lagen somit nach Angaben der Statistiker nur noch real 7,1 Prozent und nominal 4,8 Prozent unter dem Niveau des Vergleichszeitraums im Jahr 2020. Mit den Schätzungen für den Dezember dürften die Vorjahresveränderungsraten für 2021 real zwischen -1,5 Prozent und +1,5 Prozent sowie nominal zwischen +0,5 Prozent und +3,5 Prozent betragen.

Deutliche Umsatzverluste im November gegenüber Vormonat

Der Umsatz im Gastgewerbe sei laut Destatis im November 2021 gegenüber Oktober 2021 kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) um 12,5 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) um 12,1 Prozent gesunken. Der Umsatzrückgang dürfte nach Einschätzung des Amtes auf steigende Inzidenzzahlen seit Ende Oktober sowie eine verschärfte Corona-Verordnung Ende November zurückzuführen sein. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2020 aber, in dem die Schließung von Gastronomiebetrieben sowie Einschränkungen von Inlandsreisen umgesetzt wurden, habe sich der Umsatz im Gastgewerbe real mehr als verdoppelt (+ 117 %). Der Gastgewerbeumsatz lag im November 2021 real 27,1 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten nach Angaben von Destatis im November 2021 gegenüber Oktober 2021 ein reales Umsatzminus von 14,8 Prozent. Gegenüber November 2020 sei der reale Umsatz um 255 Prozent gestiegen. Trotz dieses Anstiegs habe der reale Umsatz im November 2021 noch 28,7 Prozent unter dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020 gelegen.

In der Gastronomie sei der reale Umsatz im November 2021 im Vormonatsvergleich um 11,1 Prozent gefallen. Im Vergleich zum November 2020 seit der Umsatz um 79,4 Prozent gestiegen, habe allerdings noch immer 26,6 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020 gelegen. //pip

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GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

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