Saisonale Schwankungen nach unten sind normal. Jedoch weist der Monat Oktober laut Gedat zum dritten Mal in Folge einen deutlich stärkeren Rückgang auf, als noch im Jahr 2019. (Grafik: Gedat)
Saisonale Schwankungen nach unten sind normal. Jedoch weist der Monat Oktober laut Gedat zum dritten Mal in Folge einen deutlich stärkeren Rückgang auf, als noch im Jahr 2019. (Grafik: Gedat)

Deutliche Gastro-Bremsspuren im Oktober

Gedat Getränkedaten meldet, dass der Oktober 2022 im Außer-Haus-Markt um 12,6 Zähler steil nach unten auf 85,3 Indexpunkte fällt im Vergleich zum Vormonat September 2022. Ein Rückgang im Oktober ist saisonal bedingt normal - eigentlich.

So bilden laut Gedat die Monate Juni bis September in der Regel die stärksten Monate, jedoch weise der Monat Oktober zum dritten Mal in Folge einen deutlich stärkeren Rückgang auf, als noch im Jahr 2019. Damals habe die Differenz von September 2019 bis Oktober 2019 nur 1,7 Indexpunkte betragen, und zwar von 98 Zähler auf 96,3. Seit 2020 lägen die Monatsrückgänge nach Angaben von Gedat hingegen zwischen 6,9 bis 12,6 Punkten.

Besonders getroffen habe es 2022 die Betriebsform mit Fokus auf Speisen. Diese liege im September 2022 mit einem Index von 100,8 sogar leicht über dem Referenzwert vom Juni 2019. Zum Oktober musste sie aber einen Verlust von 13 Zählern hinnehmen. Auch bei den anderen Gastronomieformen sehe es nicht viel besser aus: Die Betriebsform Beherbergung verzeichnet ein Minus von 11,3 und die Betriebsform Getränke ein Minus von 12,4 Zählern.

Der Jahresdurchschnitt Januar bis Oktober 2022 falle um 0,3 Zähler auf 88,3 Indexpunkte. Das Gesamtjahr 2021 habe im Mittel bei 63,3 Indexpunkten gelegen, im Jahr 2020 seien es 69,3 Punkte gewesen. Basis der Erhebung ist die Anzahl der monatlich belieferten Betriebe im Außer-Haus-Markt durch den Getränkefachgroßhandel. Die Vergleichswerte beziehen sich auf Juni 2019 mit einem Index von 100. //pip

GZ 01-02/23

Themen der Ausgabe

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"Inflation von 7 Prozent": Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft prognostiziert, dass die Energiepreise die Inflation in Deutschland nach wie vor treiben und die Inflation auch im Jahr 2023 weiter hoch bleiben wird. Aber es gibt berechtigte Hoffnung laut Hüther: Trotz der erhöhten Preise scheint die Nachfrage nach Lebensmitteln
und Getränken als Grundbedürfnisse relativ stabil zu sein. 

Aktuelles Interview: André Weltz

"Potenzial zum Top-4-Lieferant": Der Vorstandsvorsitzende des Badischen Winzerkellers sieht viele Stärken in der Genossenschaft. Wie der 53-Jährige aber sein Ziel zwischen internem Kostendruck, mangelnder Deckungsbeitragsstärke und hoher
Produktkomplexität trotzdem erreichen will, erklärt er im Gespräch mit der Getränke Zeitung.

GZ-Verkaufshits 2022 - der Getränke-Einzelhandel hat entschieden

Gevotet, gewichtet, gewonnen: Wie in jedem Jahr hat die GETRÄNKE ZEITUNG ihre große Handelsumfrage gestartet, bei der im Jahr 2022 erneut alle Händler vom Einkaufsring der Deutschen Getränkemärkte, von der Gefako/Gedig sowie von Team Beverage die besten Neuheiten und Marken des Jahres anhand ihrer Absatzstatistiken gewählt haben. In Summe beteiligten sich rund 4.500 Getränkefachmärkte an der Erhebung.