Die Macher von Choco erfahren für ihre Bestell-App ähnlich viel Aufmerksamkeit von Investoren wie bekannte Lebensmittelliefer-Apps wie Gorillas und Flink. (Foto: Choco)
Die Macher von Choco erfahren für ihre Bestell-App ähnlich viel Aufmerksamkeit von Investoren wie bekannte Lebensmittelliefer-Apps wie Gorillas und Flink. (Foto: Choco)

Bestellplattform Choco sackt 85 Millionen Euro ein

Laut Gründerszene (GS) stecken Insight Partners, Left Lane Capital, ein New Yorker Fonds des ehemaligen Insight-Investors Harley Miller, sowie die Altgesellschafter Coatue und Bessemer Venture Partners rund 85 Millionen Euro (100 Millionen Dollar) in das Unternehmen von Ex-Rocket Daniel Khachab. Damit versammele die App nach Angaben von BI einige der namhaftesten US-Venture Capitals um sich, die bereits Tech-Firmen wie Spotify, Twitter und Shopify großgemacht haben. In einer neuen Finanzierungsrunde wird die Firma eigenen Angaben zufolge nun mit 500 Millionen Euro (600 Millionen Dollar) bewertet.

Choco habe laut (GS) eine App entwickelt, mit der Gastronomen und Großhändler kommunizieren können: Restaurants gäben über das Tool ihre Lebensmittelbestellungen ab, die Lieferanten verschickten über Choco Rechnungen. Zuletzt habe das Startup im Frühjahr 2020 Geld eingesammelt, mittlerweile seien es insgesamt 145 Millionen Euro. Vor der Series B lag die Bewertung der Firma laut Techcrunch bei etwa 220 Millionen Euro (250 Millionen Dollar). Der Wert hätte sich in dem einen Jahr also mindestens verdoppelt. Mehr als 15.000 Restaurants nutzen die Bestell-App, darunter etwa das Hofbräuhaus, Royal Donuts, die Cafékette Haferkater, das Luxushotel Le Bristol in Paris, das The Daisy in New York und das Barrio Chicago.

Die Millionen wolle CEO Khachab unter anderem in neue Top-Personalien stecken, sagt er der  Gründerszene. Kürzlich heuerte Choco einen Entwickler von Dropbox als CTO an. Andere offene Stellen wolle das Startup ebenfalls mit Führungskräften aus dem Silicon Valley besetzen. Der Großteil des Geldes solle aber in die neue Technologie fließen. Choco will seinen Kunden künftig Finanzdienstleistungen anbieten, hat also Anbindungen für mehrere Partnerbanken gebaut. //pip

Ausgabe 15/2021

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 15/2021 (Foto: nikiteev - stock.adobe.com)

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