Deutsche Weinexporte legen zu

Miércoles, 7. Marzo 2018 - 10:30
Trade
Wine trade
Positive Signale kommen vom deutschen Weinexport 2017 (Foto: Diego Cervo/Fotolia)

Laut DWI entwickelte sich der Export deutscher Weine positiv – ein Anstieg von insgesamt 7 Prozent, sowohl in Menge als auch im Wert, kennzeichnete das vergangene Jahr. 1,1 Mill. hl im Wert von 308 Mill. Euro wurden 2017 in 124 verschiedene Ländern ausgeführt. Der Durchschnittspreis lag mit 2,98 Euro/Liter einen Cent höher als 2016. Mit Qualitätsweinen, die einen Anteil von 71 Prozent am Weinexport hatten, wurden im Schnitt 3,32 Euro/Liter erlöst – ein Plus von 9 Cent gegenüber dem Vorjahr.

Den größten Mengenzuwachs mit rund 28.000 Hektolitern verzeichneten  die deutschen Weinexporteure in Großbritannien. Insgesamt wurden in den viertwichtigsten Exportmarkt 121.000 Hektoliter im Wert von 20 Mill. Euro (+27%) exportiert. 

Auch in Polen erfreuen sich deutsche Weine laut DWI zunehmender Beliebtheit. Die dorthin exportierte Menge stieg 2017 um 54 Prozent auf 53.000 Hektoliter im Wert von 12 Mill. Euro. Das DWI führt das Wachstum auf den gestiegenen Lebensstandard in dem EU-Land sowie eine Ausweitung des Deutschweinangebots im polnischen Lebensmittel- und Weinhandel zurück. 

Ein sattes Plus von 37 Prozent im Wert und 25 Prozent in der Menge verzeichneten die deutschen Weinexporte darüber hinaus in China. Aufgrund eines hohen Durchschnittspreises (4,59€/l) wird in China zudem eine sehr hohe Wertschöpfung erzielt. Mit einem Exporterlös von 19 Mill. Euro steigt China auf Platz fünf im Ranking der wichtigsten Exportmärkte für deutsche Weine. Unverändert auf Platz eins der Liste standen 2017 die USA, gefolgt von den Niederlanden und Norwegen. Mit einem Erlös von 79 Mill. Euro und einem Durchschnittspreis von 4,23 Euro/Liter blieb der US-Markt stabil, rund ein Viertel der deutschen Weinexporterlöse wurden hier generiert. Die Weinausfuhren in die Niederlande legten bei konstanten Umsätzen um zwei Prozent auf 167.000 Hektoliter zu. Ob sich der deutsche Weinexport im Jahr 2018 ähnlich positiv entwickeln wird, bleibt aus Sicht des DWI, insbesondere wegen der geringen Erntemenge, abzuwarten. jw