Lebensmittelhandel strotzt vor Kraft

Friday, 31. July 2020 - 10:15
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Von Krise keine Spur - zumindest im deutschen Lebensmittelhandel. Der Nonfoodhandel leidet vor allem unter dem Onlinehandel. (Foto: Pixabay)

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juni 2020 real 2,3 Prozent und nominal 5,7 Prozent mehr um als im Juni 2019. Dies meldete das Statische Bundesamt (Destatis) aus Wiesbaden.

Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real (preisbereinigt) 3,1 Prozent und nominal (nicht preisbereinigt) 6,4 Prozent über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte im entsprechenden Vergleich hingegen real 4 Prozent und nominal 0,1 Prozent weniger um. 

E-Commerce mit Umsatzplus von mehr als 30 Prozent

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 8,4 Prozent und nominal um 8,3 Prozent. Das größte Umsatzplus zum Vorjahresmonat mit real 30,7 Prozent und nominal 30,6 Prozent erzielte der Internet- und Versandhandel. Veränderungsraten dieser Größenordnung sind selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und somit zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,6 Prozent. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau sind dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -16,0 Prozent und -11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Insgesamt stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat der Umsatz aller Handelsparten real um 5,9 Prozent und nominal um 6,8 Prozent. Allerdings hatte der Juni 2019 mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Juni 2020 kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 Prozent höher. //pip