Die Wünsche der Brauer für 2020

Friday, 10. January 2020 - 15:15
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Beer
Die Player der Bierbranche erwarten völlig verschiedene Dinge vom Jahr 2020. Eins ist ihnen aber gemein: der Wunsch nach einer erfolgreichen Zukunft! (Foto: Stock Adobe / Václav Mach)

Für Warsteiner wird es nicht nur spannend, da das Familienunternehmen im Februar sein neues Produkt, die Spezialität „Brewers Gold“, auf den Markt bringt. Damit will sich Warsteiner im zurzeit gut gehenden Spezialitätenmarkt positionieren. „Für unser Familienunternehmen haben wir wieder viele Projekte in 2020, aber eines setze ich nach ganz oben auf meiner Wunschliste: die erfolgreiche Einführung unseres Neuprodukts Brewers Gold“, sagt Christian Gieselmann, Sprecher der Geschäftsführung der Warsteiner Gruppe. „Ich bin überzeugt, dass uns damit ein großer Wurf gelingen kann, und entsprechend haben wir dazu bereits ein paar Wetten im Hause laufen.“ Persönlich wünsche er sich eine erfolgreiche EM für die deutsche Mannschaft. Aber Gieselmann drückt nicht nur der deutschen Mannschaft die Daumen: „Und, wenn ich darüber nachdenke, sollten die Niederlande auch weit kommen. Von einem guten EM-Sommer in diesem für uns wichtigen Auslandsmarkt würden wir sehr profitieren; 2020 werden wir dort einen neuen MW-Kasten einführen.“

Jeff Maisel von der Brauerei Gebr. Maisel wünscht sich „ein noch stärkeres, kollegiales Miteinander mit den Brauerkollegen, um die anstehenden Herausforderungen der Branche möglichst schnell zu meistern.“ Er selbst hat es mit seinen Kollegen von Schneider Weisse (Georg Schneider) und Erdinger Weissbräu (Werner Brombach) vorgemacht, als er im September 2019 die Qualitätsoffensive für Weißbier ins Leben rief: die „Bayerische Edelreife“ soll dem Verwender die Kunst des Brauens vor Augen führen. Außerdem wünscht sich Jeff Maisel „einen starken Zusammenhalt in unserem internen Team mit dem hohen Qualitätsanspruch, der unser Erfolgsgarant der letzten Jahre ist. Unheimlich wichtig ist mir auch die Nähe und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Lieferanten und Kunden aus GFGH, Handel und Gastronomie.“

Das eben angesprochene Unternehmen, die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, wird seit 30 Jahren unter anderem von Josef Westermeier, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, gelenkt. Er appelliert an die großen Braukonzerne: „Ich wünsche mir, dass die internationalen Braukonzerne keine Preisschlachten anzetteln und stattdessen dem Bier wieder den Stellenwert eines wertvollen Lebensmittels einräumen. Mein zweiter Wunsch: Der Handel generiert gemeinsam mit den deutschen Brauereien, als Partner, Wertschöpfung und nicht Wertevernichtung.“

Carlsberg Deutschland-CEO Sebastian Holtz sagt: „Wir möchten mit unserem breiten Portfolio auch im neuen Jahr wieder viele Kunden und Konsumenten begeistern. Wünschenswert wäre, dass das so vielfältige Naturprodukt „Bier“ vor allem bei den jungen Zielgruppen weiter an Attraktivität, Wertschöpfung, und Qualitätswahrnehmung gewinnt.“ Ein frommer wie herausfordernder Wunsch.

Birte Kleppien, Pressesprecherin Radeberger Gruppe, wünscht sich normalerweise am Ende eines Jahres (zu dieser Zeit fand unser Gespräch statt), Ruhe und Besinnlichkeit. „Doch jetzt ist eine unglaublich spannende Zeit: Wir führen derzeit Gespräche mit vielen Marktbegleitern, Partnern und Zulieferern, die vor Kurzem noch gar nicht denkbar gewesen wären. Wer mag sich da Ruhe wünschen? Wir nicht!“, so Kleppien.

Für Ulrich Biene, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Brauerei C. & A. Veltins, liegt in der Ruhe die Kraft. „Das gilt besonders für eine so traditionsreiche, geerdete Branche wie der Brauwirtschaft. Augenmaß im Handeln und die Nähe zum Verbraucher sollten die Wegbegleiter für einen roten Faden durch das Jahr 2020 sein“, wünscht Biene.

Sein Kollege Axel Dahm, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, gibt auf GZ-Anfrage zu seinen Wünschen für 2020 zu Protokoll: „Abgesehen von einem langen, schönen Sommer und einem guten Jahr für die Kategorie Bier wünsche ich mir persönlich Fortune für unser Unternehmen und unsere Entscheidungen – denn trotz aller Planungen und fundierter Marktforschung gehört zum Erfolg auch immer eine glückliche Hand.“

Das wünschen wir, die GZ-Redaktion, auch allen Marktteilnehmern. Denn nur von einem gesunden Markt profitieren wirklich alle Branchen-Teilnehmer! // ja