Weineinfuhren nach Deutschland

Weinimport
Donnerstag, 4. Oktober 2018 - 14:45
Handel
Weinhandel

Über 12 Monate betrachtet bleibt die gesamte Importmenge weitgehend konstant (Foto: JF Hillebrand)

Es gibt Monate, die erscheinen irgendwie negativ für den Weinimport zu sein. Im Juli 2018 wurde Wein im Umfang von rund 1,2 Mill. Hektoliter importiert. Das waren knapp 16 Prozent oder über 20 Mill. Liter weniger als im Vorjahresmonat.

Vermutlich haben sich große Abnehmer auf den frühen Herbst 2018 eingestellt und deswegen ihre Einfuhren reduziert. Italien minus 25, Frankeich minus 20 und Spanien minus 17 Prozent zeigen, dass es weniger auf die Herkunft und das Preisniveau ankam, als auf die blanke Reduzierung der Mengen.

Wie dem auch sei, betrachtet auf die 12-Monats-Periode von August 2019 bis Juli 2018 gleicht sich die Importmenge nahezu aus. Mit einem ganz leichten Minus von 0,5 Prozent liegt das Importvolumen mit 14,47 Mill. Hektolitern praktisch auf Vorjahresniveau. 

Mit je 50 Prozent Weiß- und  Rotwein ist das Farbenspiel ausgeglichen. Wie seit Jahren ergibt sich durch die Verbreiterung der Importländer eine Verlagerung von den Qualitätsweinen zu den sogenannten »anderen Weinen«, hinter denen Grundweine, IGT- oder einfache Landweine stehen. 82 Prozent aller Importe entfallen auf diese Kategorie. Der Import von Qualitätsweinen (AOC, DOC/DOCG, DO) liegt noch bei 18 Prozent. Zwei Drittel der Importe werden zudem im Fass oder Bulk eingeführt. 

Erstmals seit Jahren ist die kumulierte 12-Monatsmenge für den Import von Weinen aus Italien nach Deutschland mit 4,98 Mill. Hektolitern unter die 5-Mill. Hektolitermarke gefallen, was einem Mengenrückgang von knapp 11 Prozent entspricht. Der Wert der Importe kletterte dagegen leicht um 1,6 Prozent, so dass sich Weine aus Italien insgesamt um fast 15 Prozent verteuerten.

Spanien, Südafrika, Australien, Portugal und Neuseeland sind dagegen mit meist zweistelligen Zuwachsraten die Gewinner unter den Herkunftsländern. hp

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