WZG steigert Umsatz klar

Donnerstag, 23. Mai 2019 - 17:00
Hersteller
Wein
Die WZG steigerte 2018 Absatz und Umsatz vor allem im Eigengeschäft

Seinem Nachfolger als Vorstand Marketing und Vertrieb, Diplom-Kaufmann Uwe Kämpfer, hinterlässt der noch bis Ende des Jahres amtierende Vorstandsvorsitzende der Württembergischen Weingärtnerzentralgenossenschaft (WZG) mit Sitz in Möglingen, Dieter Weidmann, ein gut bestelltes Haus. Die Bilanz der größten württembergischen Winzergenossenschaft summierte sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 auf 77 Mill. Euro (Vorjahr 72 Mill. €). Der Eigenkapitalanteil lag bei stattlichen 39 Prozent. 

Finanzvorstand Wolfgang Ziegelbauer und der scheidende Vorstandsvorsitzende Dieter Weidmann waren sich in der Beurteilung einig, dass die WZG damit erneut eine solide Bilanz vorlegen konnte und ihrem Förderauftrag nachkommt, eine bestmögliche Verwertung der von den Winzern und Mitgliedern übernommenen Trauben zu erzielen.

Insgesamt konnte die WZG 2018 einen Absatz von 28,32 Mill. Litern realisieren, was einem bewegten Flaschenvolumen von circa 35 Mill. Einheiten entspricht. Die Absatzentwicklung 2018 war auf der einen Seite aufgrund einer veränderten Aktionspolitik der LEH-Kunden von einer Verschiebung der Absätze zwischen WZG und den Primärgenossenschaften und auf der anderen Seite von einem Rückgang der Discountabsätze geprägt, erläuterte Weidmann zur divergierenden Entwicklung im vergangenen Jahr. 

Der Absatz im WZG-Eigengeschäft kletterte um knapp 1,7 Mill. Liter oder 10 Prozent auf 18,52 Mill. Liter während sich die Lieferungen der Primärgenossenschaften, die über die WZG abgewickelt werden, von 10,56 auf 9,8 Mill. Liter verminderten. Das Absatzverhältnis im Flaschenweingeschäft der WZG lag 2018 bei 77 Prozent Rot- und 23 Prozent Weißwein, was aus der eigenständigen Sortenstruktur des württembergischen Weinbaus resultiert, die durch starken Rotweinanbau und die Sorten Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger geprägt ist. 

Als Erfolg wertet Weidmann den hohen Anteil von 62 Prozent der WZG-Weine, die außerhalb Württembergs verkauft werden. Wichtigste Träger des Absatzes sind die erfolgreichen Weinserien der WZG, zu denen die sieben Rebsortenweine des »Nationalen Markensortiments«, die Serie »Edition Gourmet«, die Produktlinie »Süss & Fruchtig« sowie die weißen und roten Dreiviertel- und Literflaschensortimente mit Cuvée sowie Groß- und Einzellagenweine zählen. Hauptumsatzträger war auch im Jahr 2018 die Literflasche mit einem Anteil von rund 54 Prozent an der Absatzmenge.

Entsprechend der positiven Absatzentwicklung erhöhte sich auch der Umsatz mit einem Zuwachs von 2,8 Prozent auf 88,48 Mill. Euro. Die WZG-Eigenumsätze kletterten dabei um +7,4 Prozent auf knapp 55 Mill. Euro. Die Umsätze mit den Weinen der Primärgenossenschaften mussten dagegen einen Rückgang von –4,3 Prozent auf 34 Mill. Euro verbuchen. 

Die Aussichten für die Zukunft beurteilte Weidmann zuversichtlich: In den ersten vier Monaten des neuen Jahres lägen die Ab- und Umsätze leicht über dem Vorjahr. Die WZG sei damit endgültig wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Den nicht ganz unproblematischen Jahrgang 2018 mit einer Gesamteinlagerungsmenge der WZG von über 24 Mill. Litern habe das Unternehmen gut gemeistert, erläuterte Oenologie- und Technikvorstand Bernhard Idler. Die Weingärtner hätten eine qualitativ und quantitativ herausragende Ernte eingefahren.

Die mit der WZG in Form eines Gewinnabführungs- und Organschaftsvertrages verbundene WSG Weingärtner Servicegesellschaft mbH, Möglingen, konnte ebenfalls eine positive Bilanz vorlegen und vor dem Hintergrund eines gestiegenen Spülvolumens (35,9 Mill. Fl.) einen deutlich höheren Umsatz von knapp 14 Mill. Euro erzielen (Vorjahr 12,2 Mill. €). hp

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