Wine in Black auf Abwegen mit Mathieu Kauffmann

Montag, 2. September 2019 - 10:30
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Wine in Black wirbt mit dem kürzlich gekündigten von-Buhl-Oenologen Mathieu Kauffmann (Foto: Henner Rosenkranz)

Der mit Datum vom 31.8.2019 versandte Newsletter von Wine in Black offerierte überwiegend Weine und Sekte des bekannten VDP-Weinguts Reichsrat von Buhl aus Deidesheim. Geworben wurde mit dem segensreichen Wirken und den vinophilen Ergebnissen von Kellermeister Mathieu Kauffmann, was nach dem Bekanntwerden seines Rauswurfs bei von Buhl einigermaßen kurios wirkt (WEINWIRTSCHAFT berichtete am 16.8.19).

Beworben wird unter anderen der Dornfelder trocken „Late Release“ 2012 mit der verheißungsvollen Frage: „Was passiert, wenn ein großer Weinmacher wie Mathieu Kauffmann sich plötzlich für Dornfelder interessiert? Dann entsteht ein völlig ungewöhnlicher Wein und der vielleicht beste Dornfelder, den es aktuell gibt.“

So schön die Geschichte klingen mag, so falsch ist sie widergegeben. Denn Mathieu Kauffmann trat erst 2013 in die Dienste bei von Buhl und hatte daher mit der Vinifizierung des Dornfelders wenig zu tun. Die Lobeshymne würde demnach eher dem langjährigen von-Buhl-Kellermeister Michael Leibrecht zustehen. Richtig ist:  Kaufmann hat die Weine verschnitten und abgefüllt.

Der Austritt der Doppelspitze aus Mathieu Kauffmann und Richard Grosche macht sich derzeit im Preisgefüge noch nicht bemerkbar. Wine in Black könnte die aktuelle Werbung zum passenden Zeitpunkt also auch nutzen, um vor dem Herbst noch ältere Jahrgänge aus den Lagerbeständen zu schaffen. Die Personal- und Preisentwicklung bei von Buhl bleibt spannend. hp

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