Weinmostbilanz 2019

Donnerstag, 9. April 2020 - 16:00
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Keine Quantität, dafür Qualität bei der Weinmostbilanz 2019 (Foto: Archiv)

Das finale Ergebnis der bundesweit eingelagerten Weinmostmenge beträgt 8,326 Mill. Hektoliter für das Jahr 2019 und damit 0,1 Mill. Hektoliter weniger als zuletzt geschätzt https://www.meininger.de/de/weinwirtschaft/deutsche-weinernte-klar-kleiner.

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis der Erhebung des Statistischen Bundesamtes bekanntgab, liegt die Erntemenge damit fünf Prozent unter dem zehnjährigen Mittel von 8,8 Mill. Hektolitern und 20 Prozent unter dem Ergebnis der außergewöhnlich großen Ernte von 2018.

63 Prozent des Mostvolumens stammen gemäß Angabe aus Weißwein- und 37 Prozent aus Rotweintrauben. Dabei schlugen die fünf bedeutendsten Rebsorten mit fünf Mill. Hektoliter, das sind etwa 60 Prozent der Gesamterntemenge, zu Buche: Riesling (1,6 Mill. hl), Müller-Thurgau (1,2 Mill. hl), Spätburgunder und Dornfelder (jeweils 0,9 Mill. hl) und Grauburgunder (0,5 Mill. hl). 

Wie in den meisten Weinbaugebieten Europas, waren extreme Sommertemperaturen mit Sonnenbrandschäden sowie die Trockenheit Hauptverursacher für die quantitativ schlechteren Ergebnisse. 
Die Verluste der Mostmenge gegenüber dem 10-Jahres-Schnitt fielen in den einzelnen Anbaugebieten jedoch unterschiedlich aus. Gab es hierbei Verlierer, wie z.B. Franken mit  einem Minus von 22 Prozent oder Württemberg mit -14 Prozent, so gab es auch Gewinner, z.B. Sachsen mit einem Plus von 22 Prozent und auch Baden konnte sein Mostvolumen steigern. 
Bei der Qualität wird der Weinjahrgang 2019 in allen Qualitätsstufen als sehr gut bewertet. itp

 

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