Weinkultur-Antrag eingereicht

Dienstag, 5. November 2019 - 12:15
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Der Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschen Weinkultur sind Ziel des Antrags bei der UNESCO (Foto: Deutsches Weininstitut)

Die deutsche Weinkultur soll in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Deutsche Weinakademie (DWA), Mainz, am 23. Oktober 2019 beim Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur eingereicht, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) in einer Presseinformation mitteilt.

Mit der Aufnahme in das Register will die DWA die Weinkultur stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Zudem sollen die Menschen gewürdigt werden, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Weinkultur einsetzen. In einer Online-Petition hat die DWA gemeinsam mit dem DWI seit Mai 2019 die Unterstützung von 4.100 Personen aus allen Bereichen der Weinkultur gesammelt. Zudem hat der rheinland-pfälzische Weinbauminister Dr. Volker Wissing bereits in der Vergangenheit seine Mithilfe signalisiert.

Der weitere Prozess sieht vor, dass Rheinland-Pfalz wie jedes andere Bundesland bis Mitte April 2020 aus allen Bewerbungen für eine Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis eine Vorauswahl von bis zu vier Vorschlägen bestimmt. Diese wird an das Sekretariat der Kultusministerkonferenz übermittelt, wo eine bundesweite Vorschlagsliste von maximal 64 Bewerbungen erstellt und an das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission weitergeleitet wird. Dort werden die Anträge anhand von fachlichen Kriterien bewertet und Vorschläge zur Aufnahme von Kulturformen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes gemacht.

»Wir hoffen natürlich sehr, dass das Land Rheinland-Pfalz den Antrag einreicht und er auch an das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission weitergeleitet wird«, erläutert die Geschäftsführerin der DWA, Monika Reule. red

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