Was kostet ein Hektar Rebfläche in Frankreich?

Donnerstag, 4. Juli 2019 - 11:30
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Die steilen Hänge der Côte-Rôtie zählen zu den teuersten Weinbergen Frankreichs

Wer einen Hektar Grand Cru in Burgund erwerben will, muss dafür bis zu 14,5 Mill. Euro hinlegen. Das gilt aber nicht für alle Parzellen. Die französische Agrarland-Agentur Safer hat für diese Prestige-Lagen im Jahr 2018 einen Durchschnittspreis von 6,25 Mill. Euro/ha ermittelt, 4 Prozent mehr als 2017. Auch der günstigste Grand-Cru-Weinberg kostete aber 2,85 Mill. Euro/ha.

Ganz anders sehen die Preise im Languedoc aus. So kostet ein Hektar Weinberg in der AOP Fitou 11.000 Euro. Im Anbaugebiet Sud-Ouest kann man im Department Haute Garonne einen für IGP-Produktion zugelassenen Weinberg gar im Schnitt für 5.000 Euro/ha erwerben, sprich 50 Cent/m². 

Fährt man die Garonne flussabwärts werden die Weinberge wieder teurer. In Pauillac kostet der Hektar Rebfläche 2,2 Mill. Euro, im Pomerol 1,8 Mill. Euro. Doch auch im Bordelais sind die Unterschiede immens. So ist ein Weinberg der AOP Bordeaux im Schnitt für 16.500 Euro/ha zu haben. 

Neben Bordeaux und Burgund setzt die Champagne Preisspitzen. Hier liegen die Preise zwischen 485.000 Euro und 1,8 Mill. Euro. Im Schnitt sollte man mit mindestens 1 Mill. Euro rechnen.

Außerhalb dieser drei Hotspots kostet lediglich an der Côte-Rôtie ein Hektar Rebfläche mehr als 1 Mill. Euro (für Hermitage liegen keine Daten vor). Die Grenze von 100.000 Euro/ha wird außerhalb Bordeaux, Burgund und Champagne am ehesten an der Rhône geknackt. Sonst schaffen das nur vereinzelt bekanntere Appellationen wie Sancerre oder Pouilly-Fumé. cg

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