Valpolicella reduziert Erträge

Mittwoch, 26. Juni 2019 - 16:00
Hersteller
Wein
Konsortiumspräsident Andrea Sartori kämpft für den Markenschutz

Die Mitglieder des Schutzkonsortiums Valpolicella haben auf der Generalversammlung die Bilanz 2018 genehmigt und eine Ertragsreduktion für die Ernte 2019 beantragt. Der Höchstertrag pro Hektar von 12 auf 11 Tonnen Trauben.

Einschneidender sind die Einschränkungen bei der Produktion von Amarone und Recioto. Statt der 65 Prozent des Traubenertrags, die das Regelwerk zum Antrocknen für die Spitzentypologien erlaubt, dürfen die Weinbauern 2019 nur 40 Prozent der Ernte benutzen. Für Betriebe, die mit dem Siegel »RRR« (Umweltschutzprogramm des Konsortiums) oder biologisch zertifiziert sind, sind jedoch 45 Prozent gestattet. 

»Es handelt sich um strategische Maßnahmen, um Qualität und Rentabilität für die gesamte Produktionskette zu garantieren. In den letzten zehn Jahren ist die Anbaufläche um fast 30 Prozent gestiegen. Vor allem zum Schutz der Exklusivität unseres Spitzenproduktes sind wir mit der Region im Gespräch über bedeutende Entscheidungen für ausgewogene Verhältnisse auf unserer Rebfläche«, kommentierte Konsortiumspräsident Andrea Sartori die Entscheidung.

Gute Ergebnisse erzielte das Konsortium beim Markenschutz. Das Konsortium hatte im letzten Jahr eine Absprache mit den Kontrollbehörden für einen verschärften Einsatz getroffen.

Im Rahmen dieser Vereinbarung kam es weltweit zu 150 Abmahnungen. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden in 36 Fällen rechtliche Schritte unternommen, davon sind 16 noch nicht abgeschlossen. Über die Hälfte der Strafverfolgungen betreffen den Amarone, 42 Prozent Valpolicella Ripasso und Valpolicella DOC. 

Betroffen sind sowohl europäische Märkte als auch Drittländer. Das Geschäftsergebnis des Konsortiums betrug 2,1 Mill. Euro. vc

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