Umsatzrückgang bei Lekkerland

Mittwoch, 8. Mai 2019 - 14:00
Handel
Convenience
Patrick Steppe, Chief Executive Officer (CEO) Lekkerland AG & Co. KG (Foto: Lekkerland)

Die Leckkerland-Gruppe hat ihre Bilanz für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht. Das auf Unterwegs-Konsum spezialisierte Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12,4 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 92,7 Mill. Euro erzielt. Ein Rückgang im Vergleich zu 2017, damals hatte der Umsatz noch bei 12,8 Mrd. Euro und das EBIT bei 104,3 Mill. Euro gelegen. Patrick Steppe, Vorstandsvorsitzender der Lekkerland AG & Co. KG, kommentierte in einer Pressemitteilung: »Das Ergebnis resultiert vor allem aus dem inzwischen abgeschlossenen Ausstieg eines Großkunden in Deutschland.« Ein Teil des Umsatzrückgangs – konkret: 127,1 Mill. Euro auf Gruppenebene – sei zudem auf die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 zurückzuführen. »Das Geschäftsjahr 2018 hat unsere ambitionierten Erwartungen übertroffen und ist angesichts der Herausforderungen erfreulich verlaufen.«

Lekkerland ist in sieben europäischen Ländern aktiv: Deutschland, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz und Spanien. In Deutschland lag der Umsatz 2018 bei rund 6,9 Mrd. Euro (2017: rund 7,6 Mrd. Euro) und das EBIT bei 77,4 Mill.  Euro (2017: 79,0 Mill. Euro). Im Segment Restliches Westeuropa, das die Aktivitäten in den anderen Ländern zusammenfasst, steigerte Lekkerland den Umsatz im Jahr 2018 auf 5,4 Mrd. Euro (2017: 5,2 Mrd. Euro).

In den einzelnen Sortimenten haben sich die Umsätze wie folgt entwickelt: Bei Tabakwaren sank der Umsatz der Lekkerland Gruppe um 3,1 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro (Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG: – 7,4%/ 5,8 Mrd. Euro). Im Bereich Food/Non-Food ging der Umsatz um 3,0 Prozent auf 2,5 Mrd.  Euro zurück (Deutschland: – 12,5%/ 1,1 Mrd. Euro), im Segment Provisionen auf electronic value (e-va)/Sonstiges um 6,2% auf 111,8 Mill. Euro (Deutschland: – 8,0%/ 71,2 Mill. Euro).

Mit Blick auf die weiter steigende Wettbewerbsintensität und herausfordernde Rahmenbedingungen – unter anderem durch die Einführung von Track & Trace in der Tabaklogistik – deutet Lekkerland  für 2019 bereits an, dass ein erneuter Umsatzrückgang zu erwarten sei.

Die Lekkerland-Gruppe beschäftigt rund 4.900 Mitarbeiter und betreut etwa 91.000 Verkaufspunkte in sieben europäischen Ländern. Zu den Kunden zählen Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores, Bäckereien, Lebensmitteleinzelhändler und Quick Service Restaurants. red

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