Traumbilanz

Mittwoch, 12. Dezember 2018 - 10:15
Handel
Weinhandel
Generaldirektor Bruno Trentini (Foto: Cantina die Soave)

Im Geschäftsjahr 2017/2018 ist der Umsatz der Cantina di Soave um 20 Prozent auf 141 Mill. Euro empor geschnellt. Das geht aus der Bilanz hervor, die die Genossenschaft am 9. November 2018 veröffentlichte. Die Mitglieder lieferten im schwachen 2017er Erntejahr 86.000 Tonnen Trauben an die Kellerei, über 14.000 Tonnen weniger als 2016. Doch dank der stark gestiegenen Fassweinpreise generierte die Kellerei allein in diesem Bereich ein Plus von 39 Prozent. Die DOC- und IGT-Weine darunter konnten ihre gute Performance halten.

Die Abfüllungmenge erhöhte sich um 11 Prozent gegenüber einem leicht schwächeren Wertzuwachs von 9 Prozent. Die konfektionierte Ware erreichte 50 Prozent des Gesamtumsatzes. Davon entfallen 52 Prozent auf die eigenen Marken der Cantina di Soave, 48 Prozent auf Handelsmarken.

Der Exportanteil der Verkäufe beträgt 37 Prozent, 63 werden in Italien erwirtschaftet. »In einem Jahr, in dem eine außergewöhnlich schwache Ernte mit den großen Bauarbeiten zur Umstrukturierung und dem daraus folgenden Ausfall der Abfülllinien zusammenfiel, wurde das Ziel erreicht, die Position auf den bedeutendsten Exportmärkten zu halten«, heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Weißweine Soave und Pinot Grigio sind dies die Länder Großbritannien, Deutschland und Österreich während die Rotweine mit dem höchsten Mehrwert, Ripasso und Amarone, ihre Hauptabnehmer in Skandinavien und der Schweiz finden, neuerdings gefolgt von Großbritannien dank eines Wachstums von 12 Prozent.
Das Nettovermögen der Kellerei übersteigt 62 Mill. Euro, gegenüber einem Cashflow von über 9,5 Mill. Euro und einem Gewinn von 3,3 Mill. Euro. Trotz der Investionssumme von 32,4 Mill. Euro erhöhten sich sogar die flüssigen Mittel um 1,1 Mill. auf 39,3 Mill. Euro. Die Gesamtauszahlung an die Mitglieder betrug 98,5 Mill. Euro, darunter die Rekordzahlung für die Trauben in Höhe von 70 Mill. Euro, was ein Einkommen pro Hektar von knapp 13.000 Euro bedeutet. Im Vorjahr hatte die Genossenschaftskellerei ihren 2.200 Weinbauern 63,5 Mill. Euro vergütet.

»Die Verwaltung einer Herkunft bedeutet, die Produktmenge für den Markt ohne Überschuss festzulegen und die richtige Positionierung zu definieren. Das machen wir für die Typologie Soave, zu der wir 48 Prozent des gesamten Soave DOC und 43 Prozent des Soave Classico DOC beisteuern sowie für die DOC Valpolicella mit 49 Prozent der Herstellung, Lessini Durello mit 70 Prozent und Garda. Diese geschützten Herkünfte zählen für die Winzer heute im gesamten nationalen Panorama zu den einkommensstärksten. Das spricht für sich im Vergleich zu vergangenen Zeiten«, kommentierte Generaldirektor Bruno Trentini. VC

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