Tramin profitiert vom Image

Freitag, 2. März 2018 - 9:00
Hersteller
Wein
Auch architektonisch unterstreicht die Kellerei Tramin ihr anspruchsvolles Image (Foto: Rickard Kust)

Die Kellerei Tramin hat das Geschäftsjahr 2017 dank eines Umsatzschubs von 10 Prozent mit 14,8 Mill. Euro abgeschlossen. Das Exportgeschäft legte insgesamt 26 Prozent zu. Der deutsche Markt trug mit einem Plus von 26 Prozent dazu bei, aber auch die Verkäufe in den USA (+21%) und den Niederlanden (+23%) entwickelten sich prächtig. Erfolge zeigten ebenfalls neue Handelspartner in Japan (+62%) und der russische Markt (+18%), der einige Jahre lang rückläufig war. In Osteuropa steigt der Absatz konstant. Italien trug mit einem Zuwachs von 6 Prozent im Horeca-Kanal und beim Direktverkauf in der Kellerei zum guten Ergebnis bei. 

Die Umsatzsteigerung führen die Südtiroler vor allem auf das Wachstum der Linien im mittleren und hohen Bereich zu. Letztes Jahr wurde beispielsweise der Wein »Epokale« lanciert. Dieser Gewürztraminer mit einer Auflage von 1.200 Flaschen reifte sieben Jahre in einem Bergstollen.

Im Geschäftsbericht liest sich die Verlagerung der Kundenpräferenzen besonders interessant. Von der klassischen Linie mit Sortenweinen, die im Fachgeschäft zwischen 7–12 Euro kosten, schwenkt der Verbraucher zunehmend auf die Selektionen oder Riservas um. Er ist bereit dafür von 12–15 Euro bis zu 50 Euro auszugeben. 

»Unsere Kunden nehmen uns immer mehr als Spitzenproduzent wahr. Seit einigen Jahren generieren wir unser Wachstum mehr über den Wert als über die Menge. Die Verlagerung zu Weinen im hohen Segment bestätigt uns die Qualität unserer Arbeit«, kommentiert Verkaufsdirektor Wolfgang Klotz.

Das Exportvolumen der Südtiroler Kellereien ist im Verhältnis zu Restitalien seit jeher gering, da der regionale Markt extrem stark ist. Die Kellerei Tramin steigerte den Auslandsabsatz 2017 von 27 auf 32 Prozent der gesamten auf Flaschen abgefüllten Produktionsmenge. vc

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