Tasca investiert auf Vulcano

Donnerstag, 23. Mai 2019 - 10:45
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Tasca d’Almeritas Weingut Capofaro auf der liparischen Insel Salina

Die sizilianische Weindynastie Tasca d’Almerita erhöht ihr Engagement auf den liparischen Inseln. Tasca hat für die Produktionserhöhung ihres kleinen florierenden Satelliten „Capofaro“ auf der Insel Salina zusätzlich 6,5 Hektar Rebflächen gepachtet. Zwei davon befinden sich ebenfalls auf Salina, 4,5 Hektar liegen auf der Nachbarinsel Vulcano.

Die Weinberge auf Vulcano gehören Paola Lantieri, die sich mit ihren Weinen einen herausragenden Ruf erarbeitet hat. Sie stellte sowohl den klassischen Malvasia delle Lipari Passito als auch eine trockene Variante des Malvasia her und einen Rosé aus Corinto Nero. Die ehemalige Medizinerin besaß jedoch nie eine eigene Kellerei und vinifizierte auf Salina. Aus Altersgründen suchte sie Pächter für ihre traumhaften, steil zum Meer abfallenden Weingärten, die sie seit 2004, also von der Gründung des Weinguts an, biodynamisch bewirtschaftet.

Verbindungsglied zwischen Tasca und Lantieri ist der Agronom Alessandro Accardi, der die Reben beider betreut. Tasca will ihre Trauben separat ausbauen. »Wir sind sehr glücklich, dass wir Paolas Weingärten pachten konnten, und ich möchte ihr auch einen Wein widmen, um ihre Pionierarbeit zu würdigen. Vielleicht wird er Vigna di Paola heißen«, berichtet CEO Alberto Tasca.

Der Malvasia von den liparischen Inseln wurde traditionell als Süßwein aus angetrockneten Trauben hergestellt. Erst vor einigen Jahren, praktisch als wirtschaftliche Überlebensstrategie, begannen die Winzer, auch eine trockene Version anzubieten. Sie hat für den nötigen Aufschwung gesorgt und erlebt inzwischen eine Nachfrage, die über dem Angebot liegt. Tasca d’Almerita lädt alljährlich Weinbauprofessoren, Historiker und Journalisten zum Kongress »Malvasia-Day« nach Salina, um die antike Malvasia-Kultur einem größeren Publikum zugänglich zu machen. vc

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