Superiore steigert Umsatz und Ergebnis

Mittwoch, 15. Mai 2019 - 11:00
Handel
Weinhandel
Lutz Heimrich und Mirjam Schwarzkopf präsentieren für Superiore eine Erfolgsbilanz (Foto: Superiore.de)

Der Online-Händler Superiore.de GmbH veröffentlichte dieser Tage seinen 2018er Jahresabschluss im Bundesanzeiger. Der Umsatz belief sich auf rund 5 Mill. Euro und stieg gegen den Markttrend um knapp 3 Prozent. Der Gewinn kletterte um rund 25 Prozent auf 130.000 Euro, was einer Umsatzrendite von 2,7 Prozent entspricht. Die Eigenkapitalquote beträgt für Internet-Händler weit überdurchschnittliche 25 Prozent.

Der Verlauf und das Ergebnis könnten sich sehen lassen, meinte der geschäftsführende Gesellschafter Lutz Heimrich, der zusammen mit Mirjam Schwarzkopf das Unternehmen mit Sitz in Coswig/Sachsen führt: »2018 war ein herausforderndes Jahr, der Weinkonsum ging zurück, und der lange, heiße Sommer hat insbesondere im Versandhandel branchenübergreifend Spuren hinterlassen. Vor diesem Hintergrund und im Umfeld eines stark investorengetriebenen, nicht selten ruinösen Wettbewerbs sind wir mit dem Erreichten sehr zufrieden. Wir haben weitere Marktanteile gewonnen und unsere Expertise als der Italien-Spezialist im europäischen Weinversandhandel weiter festigen und ausbauen können.«

Die Investitionen in einen komplett neuen Onlineshop sowie die weitere Fokussierung auf die wichtigsten europäischen Auslandsmärkte hätten erste Früchte getragen, erklärte Heimrich gegenüber WEINWIRTSCHAFT: »Wir sind mittlerweile in neun EU-Ländern umsatzsteuerlich registriert, darüber hinaus führen wir rechtskonform die Verbrauchsteuern ab.«

Erst vergangene Woche konnte Superiore.de die englisch-sprachige Webseite aufschalten und bietet seinen rund 20.000 Kunden außerhalb Deutschlands nun über 3.000 Seiten und damit das komplette Angebot in englischer Sprache. Heimrich erhofft sich davon weitere Absatz- und Umsatzsteigerungen.

Die durchschnittlichen Warenkörbe konsolidieren sich in allen Ländern auf deutlich über 200 Euro. Der durchschnittliche Flaschenpreis läge bei netto über 15,00 Euro.

Der seit nunmehr 17 Jahren eingeschlagene Weg der Spezialisierung sei der richtige und beweise, dass es seriösen »Fachhandel« auch im Internet geben könne.

Superiore habe in den letzten Jahren massiv am Premium- und Ultra-Premium-Sortiment gefeilt, wertvolle Inhalte aufgebaut und bei wichtigen Weinen und Kellereien die Jahrgangstiefen ausgebaut. »Unsere Abläufe in Lager und Logistik, aber auch im Kundensupport wurden weiter optimiert und die Angebotspolitik für den zumeist Privatkunden und Weinliebhaber noch eindeutiger artikuliert. Dazu gehört insbesondere Klarheit und Wahrheit in der Preisgestaltung und ein weitgehender Verzicht auf Rabattschlachten und Aktionismus.«

Diese Transparenz und Verlässlichkeit hält Heimrich für entscheidend, da sein Unternehmen keine Eigenmarken verkaufe, sondern ausschließlich mit Marken-Produkten operiere, deren Preise zumindest dem erfahrenen Kunden bekannt sind.

Die meisten seiner Lieferanten bzw. Geschäftspartner hätten erkannt, dass es nicht wichtig sei, ihre Weine bei möglichst vielen Anbietern zu platzieren, sondern vor allem bei den richtigen. »So haben wir uns in den letzten 17 Jahren das Vertrauen von heute mehr als 250 italienischen Winzern erarbeitet. Mit diesen werden wir auch zukünftig sich verändernde Wege im Onlinehandel beschreiten.« hp

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