Südafrikas Ernte klein und größer als erwartet

Mittwoch, 9. Mai 2018 - 15:00
Hersteller
Wein
Tafelberg Südafrika

Südafrikas Branchenverbände Vinpro und SAWIS erwarten für das Jahr 2018 eine Ernte von 9,5 Mill. Hektolitern Wein. SAWIS geht von einer eingebrachten Traubenmenge in Höhe von 1,22 Mill. Tonnen aus. Das wäre ein Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

»Die Lese des Jahrgangs 2018 war durch die anhaltende Dürre eine große Herausforderung. Wasserbeschränkungen und Frostschäden in manchen Gebieten haben die Situation zusätzlich erschwert. Einige glauben, diese Dürre sei die schlimmste der letzten 100 Jahre«, erklärt Francois Viljoen, Manager von Vinpros Weinbauberatung. 

Außer Breedekloof berichten alle Anbaugebiete von Ernteverlusten. Am härtesten traf es die im Nordwesten gelegene Region Olifants River, wo den Winzern die größten Wasserbeschränkungen auferlegt wurden. Viljoen erklärt, dass die Ernte von Erzeuger zu Erzeuger selbst bei regionaler Nähe höchst unterschiedlich ausgefallen sei. Entscheidend für die Erntemenge sei der Zugang der Winzer zu Wasser gewesen. Eine weitere Rolle habe gespielt, welche weiteren Landwirtschaftszweige ein Hof betrieben habe und wie diese gegeneinander priorisiert worden seien.

Die positive Seite der Dürre waren sehr gesunde Reben und kleine Traubenbeeren, »die üblicherweise zu hoher Aromenintensität und guter Farbe führen«, so Viljoen. Kühlere Temperaturen während der Ernte hätten zudem den Trockenstress gelindert. »Wir sind sehr positiv eingestellt, was die Qualität der Trauben anbelangt«, erklärt Siobhan Thompson, CEO von Wines of South Africa (WOSA). cg

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