»Stylish, luxuriös, klimaneutral«

Freitag, 6. Dezember 2019 - 11:30
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Die bereits auf der Prowein 2019 vorgestellte Weinlinie »Allure« von ZGM wird ab Januar 2020 klimaneutral. (Bild: ZGM)

In Zeiten von Greta, Fridays for Future und Greenwashing sehen laut einer GfK-Umfrage im Oktober 2019 50 Prozent der Befragten die Verantwortung des Klimaschutzes bei den Produzenten. Diesen Ansatz hat sich die Weinkellerei-Graeff & Müller (ZGM) zu Herzen genommen und wird im Januar 2020 ihre erste klimaneutrale Weinlinie »Allure« auf den Markt bringen.

ZGM stellte Allure bereits auf der ProWein 2019 vor und im August gingen die ersten Flaschen auf den Markt. »Diese Weinlinie wurde von uns konzipiert, um das Aussterben der Weinkunden zu verhindern und etwas für die jüngeren Menschen zu tun - mit Erfolg«, so Gerald Wüst, Geschäftsleitung Marketing bei ZGM. Das neue Siegel für Klimaneutralität ist dann ab Januar in dezenter Form auf dem Rückenetikett zu finden.

Die Weinlinie besteht aus einem Cabernet Sauvignon, einem Merlot Rosé und einem Pinot Grigio. Wenn das Konzept gut angenommen wird, sollen weitere Weine folgen.  

»Das Weinkonzept ist aufgrund der ›Diamantschliff-Flasche‹ ausgefallen und richtet sich an eine junge weibliche Zielgruppe. Wir sind der Ansicht, dass diese Zielgruppe besonderen Wert auf den Klimaschutz legt«, informiert Gerald Wüst.

Das Prinzip der Klimaneutralität bedeutet, dass die im Unternehmen entstehenden »CO2e-Emissionen« über ein Klimaschutzprojekt ausgeglichen werden müssen. CO2e ist die Kurzbezeichnung für CO2-Äquivalent, in dem alle Gase enthalten sind, welche im Kyoto-Protokoll als Kyoto-Treibhausgase definiert wurden (u. a Methan, Lachgas, u.a.).

In die Emissionen des Unternehmens hinein spielen vielfältige Faktoren von Energiegewinnung, Verpackung und Transport bis hin zu Abfall und Bürobedarf. Anschließend wurde der berechnete CO2-Ausstoß auf die Weinserie Allure anhand von Litern bzw. Flaschen umgerechnet und bewertet.

Die resultierende CO2-Ausgleichszahlung investiert ZGM in ein Portfolio von CO2-reduzierenden Projekten wie beispielsweise den Schutz von Regenwald oder die Investition in Wasserkraftwerke.

Trotz der größeren Anstrengungen bleibt der Verkaufspreis mit 4,99 Euro gleich. EK

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