Schutzgemeinschaft Pfalz

Donnerstag, 17. Mai 2018 - 16:30
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Der deutsche Weinbaupräsident Klaus Schneider ist einer der prominentesten Fürsprecher einer Schutzgemeinschaft Pfalz

Was lange gärt, wird endlich gut. Gemeinsam laden der Weinbauverband Pfalz im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V., der Genossenschaftsverband der Regionen e.V. und der Verband der Weingüter- und Weinkellereien Pfalz e.V. im Bund der Weinkellereiverbände Rheinland-Pfalz am 12. Juni 2018 zur Gründungsversammlung der Schutzgemeinschaft Pfalz ein. 

Versammlungsort der historischen Tat wird die Aula der DLR Rheinpfalz in Neustadt an der Weinstraße sein. Offiziell lautet der Titel der Schutzgemeinschaft »Organisation zur Verwaltung herkunftsgeschützter Weinnamen für das Weinanbaugebiet Pfalz«. Der Griffigkeit halber wird die Kurzform »Schutzgemeinschaft Pfalz« gebraucht. 

In der Versammlung soll die Gründung einer Schutzgemeinschaft für das Anbaugebiet »Pfalz« und das Landweingebiet »Pfälzer Landwein« erfolgen, wie die Initiatoren beabsichtigen. Die Schutzgemeinschaften verwalten damit die Lastenhefte der g.U. Pfalz (Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung) und der g.g.A. (Wein mit geschützter geografischer Angabe). 

Grundlage für die Errichtung einer solchen Schutzgemeinschaft in Rheinland-Pfalz ist § 22 Abs. 1. des Weingesetzes in Verbindung mit § 9a der Landesverordnung zur Durchführung des Weinrechts.  Ordentlich gegründet, kann das zuständige Weinbauministerium (MWVLW Rheinland-Pfalz) die Schutzgemeinschaft anschließend anerkennen. Als Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass die Organisation mindestens zwei Drittel der Weinbergsflächen und zwei Drittel der Weinerzeugung repräsentiert. 

Mitglied kann jeder Trauben- und Weinerzeuger der g.U./g.g.A. werden, wobei die Mitglieder auf die drei Interessengruppen Weinbau, Genossenschaften und Weinkellereien aufgeteilt werden, die wiederum den drei genannten Verbänden entsprechen. 

Wer sich nicht durch einen der drei Verbände vertreten lassen will, muss einen Nachweis der Zugehörigkeit zu einer der drei Gruppen erbringen (Weinbaukartei oder Erzeugungsmeldung) und kann sich dann in der im Anschluss an die Gründung anberaumten Wahl einer Vertreterversammlung als solcher der Wahl stellen. Aus der Vertreterversammlung heraus werden die Mitglieder des Vorstands, insgesamt 17 Personen und deren Vertreter, für die Dauer von drei Jahren gewählt. Womit wieder das Prinzip: mehr Häuptlinge als Indianer, sichergestellt ist. hp

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