Schiebe glaubt an Welter

Donnerstag, 26. September 2019 - 16:00
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Wein
Die Weinkellerei Welter hofft auf eine Zukunft durch das Insolvenzverfahren (Foto: WEINWIRTSCHAFT)

Dr. Robert Schiebe wurde vom Amtsgericht zum Insolvenzverwalter der Ortwin Welter Weinkellerei GmbH & Co. KG in Engelstadt ernannt. »Wir suchen nun gemeinsam mit der Geschäftsführung nach neuen Investoren, die hier vor Ort das Unternehmen ohne Belastungen aus der Vergangenheit weiterführen wollen. Hier gab es im Vorfeld schon erfolgversprechende Gespräche, die wir nun in einem strukturierten Verkaufsprozess fortsetzen werden«, erklärt Schiebe in einer Presseaussendung. 

Gegenüber WEINWIRTSCHAFT beurteilt Schiebe die Chancen der Weinkellerei positiv: »Angesichts des großen Interesses bin ich im Moment guter Dinge, dass der Neustart gelingen wird.« Wesentliche Risiken der Kellerei seien im Insolvenzverfahren gefangen und würden später quotal befriedigt, sodass neue Investoren keine Altlasten übernehmen würden.

Auch Geschäftsführerin Jeanette Welter richtet den Fokus auf die Möglichkeiten des Verfahrens. »Nun nutzen wir die Chance für einen Neuanfang im Insolvenzverfahren, da die Risiken für neue Investoren aufgrund der Ermittlungsverfahren schwer kalkulierbar schienen. Es liegt mir am Herzen, dass für unsere langjährigen Mitarbeiter und Kunden ein guter Neustart ohne alte Lasten möglich wird«, sagt Welter in einer Pressemitteilung.

Schiebe äußert sich gegenüber WEINWIRTSCHAFT zur Rolle der Kellerei im laufenden Herbst verhalten optimistisch: »Wir sind im Moment bereits mit einigen großen Abnehmern im Gespräch, wie wir aus diesem Herbst noch das Beste machen können.« Bei Details zur Situation der Kellerei bleibt Schiebe jedoch vorsichtig. Im Moment sei noch nicht klar, wie hoch die Verbindlichkeiten der Kellerei seien. Ob es möglich ist, die Personen in Regress zu nehmen, gegen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen, werde sich erst im Verlauf der Ermittlungen zeigen. cg

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