Racke: Insolvenzantrag gestellt

Mittwoch, 2. Juni 2010 - 13:00

(hp) Die Auffanggesellschaft des traditionsreichen Wein-, Sekt- und Spirituosenunternehmens A. Racke GmbH, Mainz, musste Ende vergangener Woche Insolvenz anmelden. Markus Moller-Racke, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, scheiterte damit in seinem Bemühen, nach Verkauf nahezu aller Marken, Beteiligungen und Immobilien, eine finanzielle Deckung für die noch bestehenden Rentenansprüche von rund 900 ehemaligen Mitarbeitern und ihren Familien in Höhe von rund 50 Mill. Euro zu schaffen. Die Ansprüche stammen noch aus Zeiten, die vor seinem Einstieg 1991 in die Firma seines Vaters Harro Moller-Racke geschlossen worden waren. Wie Moller-Racke in einem persönlichen Schreiben an die Rentner mitteilte, sei er auf gutem Weg gewesen und habe die Abwicklung zu 80 Prozent bereits erfüllt gehabt. Der kurzfristige Ausfall einer Forderung eines Dienstleisters in namhafter Höhe habe den Gang zum Insolvenzrichter unvermeidbar gemacht. Die noch fälligen Renten würden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften durch den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) geleistet. Bis auf wenige Ausnahmen hätten die meisten der nach den diversen Verkäufen verbliebenen 150 Mitarbeiter von Racke inzwischen eine neue Beschäftigung gefunden oder seien in eine Transfergesellschaft übernommen worden, teilte Moller-Racke mit.

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