Preisfestsetzung im Prosecco

Freitag, 11. August 2017 - 9:45
Hersteller
Wein
Präsident Stefano Zanette verspricht sich von den neuen Verträgen eine bessere Preisübersicht

Das Konsortium der DOC Prosecco hat die Export- und Produktionssteigerungen des ersten Halbjahres 2017 sowie die Ernteprognose bekannt gegeben. Demnach stieg die Ausfuhr von Januar bis einschließlich Juni um 6,9 Prozent. Die Typologie Spumante wies ein Wachstum von 9,8 Prozent auf, der Frizzante verlor jedoch 6,3 Prozent und dämpfte das Gesamtergebnis.

Insgesamt wurden 7 Prozent mehr Staatssiegel ausgegeben, die für die DOC-Flaschenabfüllung unabdingbar sind. Die Erntemenge 2017 wird laut Konsortium auf dem Vorjahresniveau liegen. Wetterbedingte Einbußen gleichen Neuanlagen aus, die in Produktion treten, sowie die Erntereserve aus 2016.

Auf der letzten Mitgliederversammlung wurde zudem von allen Interessenvertretern eine bedeutende Absprache unterzeichnet. Es handelt sich um die Einführung einer Vertragsvorlage für den Handel mit Fasswein, also Glera, der zur Produktion von Prosecco DOC bestimmt ist. 

Die teilweise vorformulierten Verträge dienen der Marktbeobachtung und sollen Spekulationen entgegen wirken. Kellereien und Abfüller verpflichten sich, drei Jahre lang die im Vertrag ausgewiesenen Preise einzuhalten, variierbar ist in dieser Periode nur die Menge. Alle Verträge müssen beim Konsortium hinterlegt werden. Der Einblick in die Verträge ermöglicht dem Konsortium eine genauere, marktgerechtere Übersicht über die Preislage als die Angaben der Warenbörse. Im Vertrag werden auch Parameter für die Qualität der Ware festgelegt wie der Mindestgehalt an Alkohol und Extrakt. vc

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