Pieroth verschlankt sich weiter

Mittwoch, 11. September 2019 - 16:30
Handel
Weinhandel
Bei der Pieroth Wein AG steht die Logistiktochter top auf dem Prüfstand

Auf einer Mitarbeiterversammlung berichtete der Vorstand der Pieroth Wein AG über die aktuellen Entwicklungen im Unternehmen. »Wir haben, wie im Frühjahr angekündigt, alles auf den Prüfstand gestellt und uns vor allem gefragt, was wir weiterhin selbst machen wollen und was wir besser auslagern oder sogar schließen müssen. Heute können wir in wichtigen Punkten Vollzug melden«, sagt Vorstand Dr. Bernd Köhler in einer Pressemitteilung.

Während die Immobilien in Burg Layen und Langenlonsheim veräußert wurden, hat sich der Vorstand entschieden, die Produktion in Langenlonsheim fortzuführen. Dafür steht die ebenfalls in Langenlonsheim ansässige Logistiktochter top aktuell auf dem Prüfstand. Ein Verkauf von top sei nicht möglich. Untersucht werde jetzt, ob die Auslagerung zu einem Logistikunternehmen der Region bessere Ergebnisse erbringe als die Logistik in eigener Regie.

Von der Entscheidung zur Zukunft der Logistik sind 55 Arbeitsplätze betroffen. Aber auch bei der Entscheidung für ein Outsourcing will Pieroth auf die Weiterbeschäftigung der bisherigen Mitarbeiter bei dem neuen Partner achten. 

Die Entscheidung für die Fortführung der Produktion geht einher mit dem Streichen von 15 Arbeitsplätzen. Hinzu kommen Einsparungen in der Verwaltung aufgrund der geringeren Größe des Konzerns. Im kaufmännischen Bereich und in der IT sollen Arbeitsplätze wegfallen. Im Bereich IT strebt Pieroth eine Halbierung der Kosten an. Für diese Maßnahmen setzt der Vorstand einen Zeithorizont von ein bis zwei Jahren an.

Positiv bewertet der Vorstand die Entwicklung der im Schutzschirmverfahren befindlichen Direktvertriebstochter Pieroth Deutschland GmbH. Die Zahl der Verkaufsbüros wurde von 14 auf 10 reduziert. Der Umsatz liege im Zielkorridor. »Ich bin optimistisch, dass wir unsere Ziele erreichen. Der Direktvertrieb ist und bleibt unser Kerngeschäft, das wir weiter stärken werden«, erklärt der Sprecher des Vorstands, Dr. Sebastian Potyka.  red

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